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«Zäller Wiehnacht» in neuem Gewand

Rund 60 Jahre nach der Erstaufführung bringen die beiden Kirchen in Grüningen und die Musikschule Zürcher Oberland das bekannteste Schweizer Krippenspiel wieder auf die Bühne – moderner und mit angepassten Texten.

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Donnerstag, 01. Dezember 2022, 07:28 Uhr Publireportage
Die Reformierte Kirche Grüningen, die VIVA Kirche und die Musikschule Zürcher Oberland führen die «Zäller Wiehnacht» auf.
Bild: PD

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Publireportage. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der «Zäller Wiehnacht in Grüenige».

«Das isch de Stern vo Bethlehem» oder «De Kaiser hätts befole»: Die Lieder der «Zäller Wiehnacht» gehören bei vielen Familien zum festen Repertoire, wenn am Heiligabend zu den Singbüchern gegriffen wird. Im Jahr 1960 wurde das von Paul Burkhard komponierte Krippenspiel erstmals in der Dorfkirche in Zell aufgeführt und hat sich seither zu einem der beliebtesten Weihnachtsspiele der Schweiz entwickelt.

62 Jahre nach der Uraufführung bringen die Reformierte Kirche Grüningen, die VIVA Kirche und die Musikschule Zürcher Oberland «D Zäller Wiehnacht» vom 10. bis 18. Dezember wieder auf die Bühne. «Das Stück wird in der Region nicht mehr oft aufgeführt. Als Initiant Beat Hofmann auf mich zukam und fragte, ob wir als Schule dabei sein wollen, sagte ich deshalb sofort zu», sagt Thomas Ineichen, Direktor der Musikschule Zürcher Oberland und Mitglied des Steuergremiums der «Zäller Wiehnacht in Grüenige».

Bevölkerung miteinbeziehen

Für Ineichen ist das Engagement eine Herzensangelegenheit, da er selbst mit diesem Werk aufgewachsen ist und viele Erinnerungen damit verbindet. Diese grosse Verbundenheit mit Burkhards Krippenspiel sollte auch die Bevölkerung ausleben dürfen, dachten sich die Organisatoren, und riefen die Grüningerinnen und Grüninger dazu auf, bei der Neuaufführung mitzuwirken. So konnten das Schauspiel- und Musikensemble komplett aus Freiwilligen zusammengesetzt werden, und auch sämtliche Helferinnen und Helfer arbeiten auf freiwilliger Basis mit. «Einzig der Kinderchor wird von unseren Schülerinnen und Schülern gestellt», erklärt Ineichen.

Intensives Proben

Wer schliesslich König Herodes, Maria oder den Engel Gabriel spielen darf, wurde Anfang November entschieden, und kurz darauf konnte man auch schon mit den ersten Proben beginnen. «Momentan üben die verschiedenen Ensembles noch separat. Erst kurz vor der Premiere proben alle Mitwirkenden gemeinsam, und dann sehen wir, ob die einzelnen Puzzlestücke zusammenpassen», sagt Ineichen.

Galt das Stück von Paul Burkard bei der Uraufführung 1960 noch als äusserst zeitgemäss, ist das heute nicht mehr der Fall. Deshalb wird die «Zäller Wiehnacht in Grüenige» in einer ein wenig abgeänderten Version gespielt. «Einige Texte und Passagen mussten wir umformulieren. Da kämen wir nicht gut weg, wenn wir es wie im Original belassen hätten», sagt Ineichen. Die Anpassungen sind aber so umgesetzt, dass der Kern der Aussagen immer noch derselbe ist.

Moderne Inszenierung

Während die musikalische Umsetzung dem Original treu bleibt, fällt die Inszenierung deutlich moderner aus und soll die Geschichte mit der Lebenswelt der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in Einklang bringen. Burkhards Idee, mit wenig Requisiten zu arbeiten und in möglichst einfachen Kostümen zu spielen, wollte man aber dennoch übernehmen. Und für das besondere Etwas sorgen die «Grüeniger Lismifraue», die mit Stricknadeln und Garn die Krone von König Herodes und andere Accessoires «lismen».

Insgesamt sieben Mal wird die «Zäller Wiehnacht» in der reformierten Kirche in Grüningen aufgeführt. «Eigentlich planten wir nur sechs Aufführungen, aber da nach nur drei Tagen beinahe alle Plätze reserviert waren, entschieden wir uns, auch die Generalprobe öffentlich zu machen», sagt Ineichen. Das grosse Interesse an ihrem Projekt freut die Organisatoren sehr. Es sei immer auch ein gewisses Risiko, ein so bekanntes und etwas in die Jahre gekommenes Werk aufzuführen. «Umso schöner ist es, dass es in der Region ein derartiges Echo ausgelöst hat und anscheinend ein grosses Bedürfnis besteht, die «Zäller Wiehnacht» in der Vorweihnachtszeit live erleben zu können.»

Zäller Wiehnacht in Grüenige

Die Aufführungen finden in der reformierten Kirche Grüningen an
folgenden Daten statt:

– Samstag, 10. Dezember, 18.30 Uhr
(Öffentliche Generalprobe, ohne Restauration)
– Sonntag, 11. Dezember, 19.00 Uhr (Premiere)
– Dienstag, 13. Dezember, 19.00 Uhr
– Freitag, 16. Dezember, 19.00 Uhr
– Samstag, 17. Dezember, 18.30 Uhr
– Sonntag, 18. Dezember, 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Weitere Informationen und Tickets unter www.zaellerwiehnacht.ch