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Züriost vor Ort

Das war der Donnerstag am Uster Märt

Endlich wieder Uster Märt. Der grösste Herbstmarkt der Region ist zurück. Der erste Tag zum Nachlesen.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 24. November 2022, 18:32 Uhr Züriost vor Ort

18.32 Uhr: Die Party beginnt

Es ist dunkel. Jetzt zieht der Uster Märt die Nachtschwärmer an. Auch die Redaktion wird sich jetzt in den Märtbalken verschieben und dort den Abend feuchtfröhlich ausklingen lassen. 

16.43 Uhr: Grosse Freude bei Standbetreibern und Besuchern

Der erste Uster Märt seit zwei Jahren lockt Gross und Klein in Scharen an. Schien das Wetter am Morgen noch wenig verlockend, zeigte sich die Sonne den ganzen Nachmittag von ihrer schönsten Seite.

Senioren schlendern Hand in Hand zwischen den Ständen umher. Kinder rennen von Bahn zu Bahn und betteln ihre Eltern um «nur noch eine Runde» an. Die Erwachsenen verpflegen sich an den Getränkeständen; in engeren Gassen stauen sich die Menschenmassen, das Durchkommen ist erschwert.

Im Märt-Balken – dem Party-Ort am Uster Märt – herrscht momentan noch gähnende Leere. Einzig Andrea aus Uster und seine Kollegen sind dort anzutreffen. Dass endlich wieder Uster Märt ist, freut die Gruppe. «Für uns als heimische Ustermer ist der Uster Märt etwas vom Geilsten.» (tas)

14.59 Uhr: Der Uster Märt füllt sich

Das Areal, auf dem sich die Bahnen befinden, wird von Kindern und Jugendlichen beherrscht. Auf den Bahnen wird gekreischt, an den Boxkästen werden Muskeln verglichen und die Wartenden vertreiben sich die Zeit mit Schoko-Bananen, gebrannten Mandeln und Magenbrot. (tas)

13.03 Uhr: Der Sieg ist Tatsache

Es bleibt beim 1:0 für die Schweizer Nati – und für Nico und Alessandro wird es bei maximal zwei Bier bleiben. Die beiden Winterthurer müssen nach dem Spiel «noch ein bisschen arbeiten». Und schliesslich müsse auch der Glühwein noch Platz haben.

Die Stimmung könne schon noch besser sein, sind sich die beiden jungen Herren einig. «Die Uhrzeit ist schon eher ungünstig.»

Winterjacke über Trikots

In der 92. Minute versuchten einzelne Anwesende, diese Stimmung doch noch etwas anzukurbeln. «Ole, ole, ole ole ole, Schwizer Nati, Schwizer Nati, Schwizer Nati ole ole», grölen sie. Kurz stimmen einige Besuchende mit ein, nach einigen Sekunden verstummen die Fangesänge aber wieder.

«Und dann ist diese Partie zu Ende» verkündet SRF-Kommentator Sascha Ruefer. Das Zelt leert sich schnell, die Trikots verschwinden wieder unter den Winterjacken und Schals. Von aussen dringt der Geruch von Punsch und Raclette ins Zelt – jetzt steht der Uster Märt im Fokus.

12.37 Uhr: Das sagen die Fans

Dass Kamerun im Rückstand liegt, stört jenen Fan im Kamerun-Trikot hier in Uster nicht. Joel Greuter aus Uster hat das Grüne Trikot einst im Urlaub in Südafrika gekauft, weil es ihm optisch gefallen hat. «Es ist das einzige Fussballshirt, das ich besitze. Und heute ist der Tag, an dem ich es endlich einmal anziehen kann.»

Wer das Spiel schliesslich gewinnt, sei ihm «eigentlich egal» - er habe von Fussball «ebenso viel Ahnung wie Katar.» (tas)

12.15 Uhr: Jetzt wird endlich gejubelt

«Wir freuen uns. Die Schweiz liegt gegen Kamerun in Führung.»

Kommentator Sascha Ruefer fasst zusammen, was gerade im Public-Viewing in der Zeughausbar dominiert: Freude. Freude über das 1:0 im ersten Spiel der Schweizer Nati an der WM in Katar, Freude über einen erfolgreichen Start in die zweite Halbzeit.

Als Reaktion auf den Treffer bleibt keiner der Zuschauenden in Uster auf den Bänken sitzen. Kinder springen an ihren Eltern hoch, andere prosten sich zu. Je länger, desto mehr nimmt die Stimmung Fahrt auf. (tas)

11.30 Uhr: Sitmmung geht anders

ie Stimmung ist eher gehemmt. Haben die Schweizer eine Torchance, geht ein Raunen durch die Menge, einige der Zuschauenden klatschen. Wird ein Spieler der Schweiz vermeintlich gefoult, verwerfen Vereinzelte die Hände.

Und dennoch: Viele Anwesende führen Seitengespräche, blicken regelmässig auf ihr Handy oder kümmern sich um Essbares. Das ganz grosse Fussball-Fieber ist noch nicht ausgebrochen.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit zieht ein Aussenseiter die Blicke der Zuschauenden auf sich: Soeben hat ein Herr in einem Kamerun-Shirt das Public-Viewing-Zelt betreten. (tas)

11 Uhr: Jetzt geht es los

Die Szenen, die sich am Donnerstagmorgen in Uster bieten, passen irgendwie nicht so richtig zusammen. Da sind einerseits die Marktfahrer, die ihre Stände aufbauen und die Schausteller, deren Bahnen schon fleissig Runden drehen. Es riecht nach Raclette und Punsch – der Uster Märt hat gerade begonnen.

Andererseits strömen Menschenmengen auf das Zeughausareal. Sie alle sind gekommen, um die Schweizer Nati bei ihrem ersten WM-Spiel in Katar anzufeuern. Die rot-weissen T-Shirts blitzen teilweise unter den Winterjacken und dicken Schals hervor – richtig zum Vorschein kommen die Fantriktos hingegen erst im beheizten Zelt.

Es ist kurz vor 11 Uhr, den Anpfiff des Spiels gegen Kamerun steht kurz bevor. Wer selber keine Fanartikel dabei hat, wird hier beschenkt: Alle Zuschauenden werden direkt beim Eingang mit einem «Hopp-Schwiz»-Schal ausgestattet. Und wer nicht schon eines vor sich auf dem Tisch hat, holt spätestens jetzt das erste Bier oder Glas Wein – weder die eher fussball-unübliche Uhrzeit, noch das kalte Winterwetter hält die Schweizer-Fans davon ab.

So zum Beispiel Christian und seine Kollegen aus Uster. Sie ertränken im Bier ihre Nervosität. «Es ist ein wichtiges Spiel», sind sie sich einig. Dann richten sie ihr Blick auf die Leinwand – die Hymnen stehen an.(tas)

Update folgt...

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