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Credit-Suisse-Studie

Schweizer wurden 2021 erneut reicher

Jeder von uns hat aktuell ein Vermögen von rund 650'000 Franken – zumindest im Durchschnitt auf alle Schweizer gerechnet. Haben Sie nicht und finden das ungerecht? Dann lassen Sie sich gesagt sein: Es war schon mal schlimmer.

Agentur
sda
Dienstag, 20. September 2022, 12:35 Uhr Credit-Suisse-Studie
Brieftasche mit Kreditkarten in einer Hosentasche.
Die Ungleichheit der Vermögensverteilung in der Schweiz ist gegenüber dem Stand vor zehn Jahren etwas geringer geworden. (Symbolbild)
Foto: Pixabay

Der Reichtum der Schweizer ist auch im zweiten Pandemiejahr 2021 weiter gewachsen. Vor allem Dank den boomenden Aktienmärkten und den gestiegenen Immobilienpreisen haben die privaten Vermögen zugenommen. Die Schweiz behält damit ihren weltweiten Spitzenplatz.

Konkret betrug das durchschnittliche Vermögen eines Erwachsenen hierzulande knapp 673'091 Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um gut 3 Prozent. Das geht aus dem jetzt erschienen Global Wealth Report der Credit Suisse hervor.

Auf den nächsten Plätzen folgen die USA, Hong Kong und Australien, wo das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen aber bereits rund 120'000 bis 150'000 Dollar (115.884 bis 144.855 Franken) tiefer liegt.

Den grossen Vorsprung verdankt die Schweiz insbesondere dem Aufbau der Vermögen über die Pensionskassen, wie Nannette Hechler-Fayd'herbe von der Credit Suisse an einer Medienkonferenz erklärte.

Vermögen etwas weniger ungleich verteilt

Deutlich zunehmen dürfte in der Schweiz in den kommenden Jahren die Zahl der Millionäre und Milliardäre – nämlich von 1,15 Millionen auf beinahe 1,6 Millionen im Jahr 2026, so lautet die Prognose der Credit Suisse. Die Schweiz liegt mit dieser absoluten Zahl global gesehen knapp ausserhalb der Top Ten. Mit Abstand am meisten Millionäre gibt es in den USA, dahinter folgen China und Japan auf den Plätzen.

Der Gini-Index, welcher die Ungleichverteilung der Vermögen innerhalb der Bevölkerung in einer statistischen Zahl zusammenfasst, lag hierzulande bei 77,2. Dabei stünde 0 für eine vollkommene Gleichverteilung der Vermögen und 100 für die vollkommene Ungleichheit, also wenn eine Person alles besitzen würde.

Die Ungleichheit in der Schweiz ist damit gegenüber dem Stand vor zehn Jahren (81,0) etwas geringer geworden. Etwas gerechter ist zum Vergleich die Verteilung der Vermögen in Österreich, etwas ungerechter dagegen in Deutschland.

Im internationalen Vergleich schnitten mit Werten von unter 70 etwa die südeuropäischen Länder besser ab, mit Ginis von knapp unter 90 war die Vermögensverteilung dagegen im arabischen Raum oder auch in einigen afrikanischen Ländern deutlich ungleicher.

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