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Phantasiezahlen im Antragsformular

Mehr als 300 Covid-Kreditbetrüger bisher überführt

Die Zürcher Justiz hat seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt 334 Corona-Kreditbetrügern das Handwerk gelegt. Einer davon ging besonders dreist vor und sorgte für Schlagzeilen.

Agentur
sda
Mittwoch, 18. Mai 2022, 14:00 Uhr Phantasiezahlen im Antragsformular
Mehrere verschiedenfarbige Akten liegen in einer Ablage.
Papier ist geduldig, heisst es. Aber nach und nach füllen sich die Akten mit Betrügereien rund um die Corona-Kredite.
Foto: Keystone

Die Zürcher Justiz hat seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt 334 Corona-Kreditbetrügern das Handwerk gelegt. Die mutmassliche Deliktsumme beträgt alleine im Kanton Zürich rund 53 Millionen Franken. 

Dies geht aus dem Jahresbericht der Zürcher Staatsanwaltschaft hervor, der am Mittwoch publiziert wurde. Neben Verfahren, welche die Staatsanwaltschaft selbständig mit einem Strafbefehl erledigen konnte, kam es auch zu mehreren Gerichtsprozessen.

Die Covid-Kreditbetrüger zahlten mit dem Geld der öffentlichen Hand unter anderem Spielschulden und Autos. Für Schlagzeilen sorgte vor allem der ehemalige Betreiber der Hausarzt-Praxiskette «Mein Arzt», der mit dem Covid-Kredit in der Höhe von 3,5 Millionen Franken sein Unternehmen sanieren wollte.

Wie viele andere Covid-Betrüger setzte auch er reine Phantasiezahlen in das Antragsformular ein. Weil die Banken die Anträge möglichst schnell und unbürokratisch bearbeiten wollten, wurden die meisten Kredite ausbezahlt. Erst im Nachhinein flogen die Betrüger auf.

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