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Bis jetzt wurden im Fall noch keine rechtlichen Schritte eingeleitet. Foto: PD

Ein Experte erklärt die Rechtslage

Über 75 Jahre lang stellte ein Landwirt den Organisatoren der Fehraltorfer Pferderennen sein Land zur Verfügung. Nun hat er sich plötzlich anders entschieden. Darf er das überhaupt? Ein Experte gibt Antwort.

Bis jetzt wurden im Fall noch keine rechtlichen Schritte eingeleitet. Foto: PD

Veröffentlicht am: 02.11.2021 – 13.48 Uhr

Thomas Leuner, Rechtsanwalt aus Zürich, ist spezialisiert auf Grundstückrecht. Auch für ihn ist der vorliegende Fall nicht alltäglich.

Wie können sich Organisatoren absichern, damit genau so etwas nicht passiert?
Thomas Leuner: Mit einem schriftlichen Vertrag. Auch wenn das Grundstück nur während zwei Wochenenden im Jahr für Rennen genutzt wird, dürfte Inhalt des Pachtvertrages sein, dass eine Rasenfläche vorgehalten wird – also der Bauer dort das ganze Jahr das Grundstück nicht nutzen kann, nicht nur während der Zeit des Rennens.

Einen solchen Vertrag wollte der Landwirt nicht – erhielt aber jährlich 1000 Franken Entschädigung. Was gilt in so einem Fall?
Wenn Geld geflossen ist, muss von einem Pachtvertrag ausgegangen werden, der zwar nicht schriftlich war, aber durch konkludentes Handeln – juristisch für eine  stillschweigende Willenserklärung –  entstanden ist. Man muss dabei wissen, dass 50 Prozent der landwirtschaftlichen Pachtverträge in der Schweiz mündlich gemacht werden.

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