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Kein Scherz

Zürcher Zunft will Frauen in ihren Reihen – auf Probe und als Gäste

Soll man da lachen oder weinen? Nach 700 Jahren (!) überlegt eine (!) Zürcher Zunft, ob sie tatsächlich auch Frauen in ihren Reihen haben möchte – nach einer fünfjährigen (!) Testphase. Keine Pointe.

Agentur
sda
Mittwoch, 13. Oktober 2021, 09:47 Uhr Kein Scherz
2010 musste die «Frauenzunft» noch alleine und vor dem offiziellen Sechseläuten-Umzug durch Zürich marschieren. (Archivbild)
Foto: Keystone

Die Mitglieder der «Zunft zur Meisen» diskutieren darüber, ob sie künftig auch Frauen aufnehmen wollen. Sie könnten im Frühling 2022 einen ersten Grundsatzentscheid fällen.

Vorerst läuft nun bis Ende Januar eine Vernehmlassung, wie die Zunft einen Bericht der «NZZ» von Mittwoch bestätigt. Die Zünfter können zum Konzept, das eine interne Arbeitsgruppe erarbeitet hat, Stellung beziehen. Danach wird es gegebenenfalls noch angepasst. Allenfalls wird es auch noch vor der Generalversammlung am Tag vor dem Sechseläuten wieder zurückgezogen.

Das Konzept sieht eine behutsame Öffnung vor. Während einer Übergangsphase – die Rede ist von fünf Jahren – sollen Töchter von Zünftern und weibliche Persönlichkeiten zunächst als Gäste an den Anlässen der Zunft zur Meisen teilnehmen dürfen. Danach könnten die Statuten angepasst werden, damit sie auch für Frauen offen steht.

Die Zürcher Zünfte sind heute reine Männervereinigungen. 1989 wurde – als eine Art Ergänzung zur den Männerzünften – die Gesellschaft zur Fraumünster gegründet. Die oft als «Frauenzunft» bezeichnete Gruppe nimmt seit 2014 auch regelmässig beim Sechseläutenumzug teil - offiziell allerdings nur als Gäste der aus Männer bestehenden Gesellschaft zur Constaffel.

(maiu)

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