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Ju-52-Absturz

Ermittlungen kosteten Millionen

Die Untersuchungen zum Absturz im Jahr 2018 kosteten die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle sehr viel Zeit und Personal – und in der Konsequenz dann damit auch sehr viel Geld. Wie viel genau, gab sie jetzt bekannt.

Redaktion
Züriost
Freitag, 17. September 2021, 08:18 Uhr Ju-52-Absturz
Der tragische Absturz der Ju-52 ist bereits über zwei Jahre her. Die Untersuchungen dazu wurden erst im Januar abgeschlossen.
Foto: PD

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat ihren Jahresbericht für 2020 vorgestellt. Daraus wird ersichtlich, dass der «Grossteil der Ressourcen im Bereich Aviatik für den Abschluss der Untersuchungen zum Unfall einer Ju-52» gebunden war.

Dies schlug sich laut SUST sowohl in den Kosten als auch in den personellen Ressourcen nieder. Alleine für diese Untersuchung mussten rund 1,5 Millionen Franken aufgewendet werden. Dies entspricht knapp 20 Prozent des Jahresbudgets. «Insgesamt musste die SUST zwischen August 2018 und Dezember 2020 knapp 3,8 Millionen Franken für die Untersuchung dieses Unfalls aufwenden», heisst es im Jahresbericht. 

Zudem sei gut die Hälfte der im Bereich Aviatik vorhandenen personellen Ressourcen durch die Untersuchung dauerhaft gebunden gewesen. Grund: Die verunfallte Ju war mit keinerlei Aufzeichnungsgeräten ausgerüstet. Damit fehlten die üblicherweise vorhandenen Grundlagen zur Rekonstruktion. Dies hatte zur Folge, dass sich die Ermittlungen zum Flugweg und dem Unfallhergang sehr aufwändig gestalteten.

Die Ju-52 startete am 4. August 2018 einen Flug von Locarno zum Dübendorfer Flugplatz und ist um 16.56 Uhr in Graubünden am Piz Segnas bei Flims abgestürzt. Dabei kamen 20 Personen ums Leben. 

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