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Vor einem Jahr konnte Schlatts Gemeindepräsident Urs Schäfer die Bevölkerung noch persönlich zum neuen Jahr begrüssen. Foto: Thomas Benz

Wasser war in Schlatt gleich zweimal ein Thema

Probleme mit dem Trinkwasser und der Kredit für das Schwimmbad: Für Schlatts Gemeindepräsident Urs Schäfer (parteilos) sind im 2020 neben Corona noch andere wichtige Themen angestanden.

Vor einem Jahr konnte Schlatts Gemeindepräsident Urs Schäfer die Bevölkerung noch persönlich zum neuen Jahr begrüssen. Foto: Thomas Benz

Veröffentlicht am: 04.01.2021 – 07.58 Uhr

Wie stark hat die Corona-Pandemie Schlatt beschäftigt?
Urs Schäfer:  Natürlich hat uns die Pandemie in vielen Bereichen beschäftigt. Aber trotzdem hatten wir vielleicht den Vorteil der kleinen, überschaubaren Gemeinde.  Wir konnten dadurch die nötigen Massnahmen in der Verwaltung und im Gemeinderat für unsere Bevölkerung pragmatisch und schnell umsetzen.  Die Pandemie hatte zwar viele negative Seiten, aber einige Auswirkungen hatten ja auch positive Aspekte. Durch die Absage vieler auswärtiger Termine war es ein  eher ruhiges Jahr für uns alle. Wir konnten uns wieder etwas mehr unseren Familien widmen, ohne die Belange der Gemeinde zu vernachlässigen.  Ich glaube, wir sind etwas näher zusammengerückt und haben uns wieder auf das wirklich Wichtige konzentriert.

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Es ist schwierig, ein einzelnes Ereignis hervorzuheben, ohne die Pandemie zu erwähnen. Wie schon gesagt, war es ein eher ruhiges Jahr. Speziell vielleicht war für mich die Gemeindeversammlung im Dezember in der Kirche. Es war wichtig, dass wir diese –  mit dem nötigen Schutzkonzept der Kirchenpflege –  durchführen konnten. Auf Stufe Gemeinde ist es essenziell, dass man eine Diskussion für unsere Belange führen kann. Nachdem wir im Juni die Gemeindeversammlung abgesagt haben, sind doch einige Traktanden zusammengekommen, zum Beispiel der Kredit für das Schwimmbad. Da war es für uns wichtig,  dass die Bevölkerung mitdiskutieren kann und wir den Rückhalt für eine doch defizitäre Einrichtung spüren.

Aber auch, dass die Bevölkerung unsere Massnahmen so selbstverständlich mitgetragen und sich auch daran gehalten hat.  Das Thema Wasserqualität hat uns auch beschäftigt. Da konnten wir durch den schnellen Einbau von UV-Anlagen das Problem nachhaltig lösen.  Positiv dabei war, dass alle involvierten Landbesitzer uns sofort tatkräftig unterstützt haben, damit wir eine so schnelle Lösung finden konnten.

Welche Herausforderungen kommen auf Schlatt zu?
Zum einen ist das unsere Erneuerung der Bau- und Zonenordnung, welche wir aufgegleist haben. Da ist es für mich wichtig, dass wir diese an der Versammlung am 4. März 2021 so beschliessen können, dass es für das Gros der Einwohner stimmt –  und dass der Kanton anschliessend diese auch so bewilligen wird. Zum anderen sind wir in der Wasserversorgung am Erarbeiten des zweiten Standbeines. Dieses wird uns 2021 noch ziemlich beschäftigen, zumal auch Nachbargemeinden involviert sind. Wir hoffen da auf eine –  wie bis anhin –  positive Zusammenarbeit, damit wir das Geschäft zu aller Zufriedenheit abschliessen können. 

Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Der grösste Wunsch betrifft natürlich die Pandemie. Ich denke, da werden sich alle in etwa identisch äussern. Es ist wichtig, dass wir schnell zu einer Normalität zurückkommen können, welche  uns unsere Arbeit, sei es in der Gemeinde oder privat, wieder von der Sache geprägt erledigen lässt. Es ist mir bewusst, dass das eventuell noch einige Zeit geht.  Zur vorherigen Normalität werden wir nicht mehr ganz zurückgehen können, aber wir sollten die schon genannten positiven Effekte der Pandemie mitnehmen.  Dann gelingt uns auch der Wechsel zu einer neuen Normalität.

Im Weiteren wünsche ich mir, dass die überaus konstruktive, effiziente und freundschaftliche Zusammenarbeit im Gemeinderat, mit der Verwaltung, aber auch mit der Bevölkerung,  welche wir über die letzten Jahre hatten, auch im 2021 so weiter geht. Nur so können wir die nötigen Aufgaben und Dienstleistungen zur Zufriedenheit erledigen.


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