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Unispital Zürich

Volles Haus aber genug Kapazitäten

Agentur
sda
Dienstag, 24. November 2020, 12:50 Uhr Unispital Zürich

Die Lage am Universitätsspital Zürich (USZ) ist in den vergangenen Tagen stabil geblieben. Durch eine weitere Reduktion von Wahleingriffen könnten notfalls noch mehr Kapazitäten für Patientinnen und Patienten mit Covid geschaffen werden.

Aktuell würden am USZ 25 Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt, auf der normalen Bettenstation sind es derzeit 63, sagte CEO Gregor Zünd.

Man habe die Anzahl der durchgeführten Wahleingriffe bereits um rund 15 Prozent reduziert. Das Personal der stillgelegten Operationssäle helfe auf den Intensivstationen aus. Falls nötig werde die Zahl der Wahleingriffe weiter reduziert.

Laut Peter Steiger, dem Direktor des Instituts für Intensivmedizin, waren am Dienstagmorgen auf der Intensivstation noch drei Betten für Covid-Patienten und eines für Nicht-Covid-Patienten frei. Man werde aber im Laufe des Tages Patienten verlegen, wodurch weitere Betten frei würden.

Viele ältere Patienten auf der Intensivstation

Eine deutliche Mehrheit der Patienten auf der Intensivstation ist über 60 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der Verstorbenen war gemäss Steiger über 75 Jahre alt. «Mit einem schlechteren Allgemeinzustand oder Vorerkrankungen wird es natürlich schwieriger, eine schwere Covid-Erkrankung zu überstehen», sagte er.

Auch das im Zusammenhang mit der Behandlung von Covid-Patienten oft genannte Medikament Remdesivir sei kein Wundermittel. «Wenn es rechtzeitig verabreicht wird, kann es helfen. Ist die Erkrankung zu weit fortgeschritten, nützt es nicht mehr viel», sagte Steiger.

Laut Zünd ist das USZ derzeit insgesamt sehr gut ausgelastet. «Dies insbesondere mit Patienten, die dringend Eingriffe benötigen», sagte er. Er appellierte an Menschen mit anderen Beschwerden als Covid-19, eine Behandlung nicht hinaus zu zögern. «Kommen Sie zu uns, wenn Sie Hilfe brauchen. Sie werden sich bei uns nicht anstecken.»

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