×
Bundesratsbeschlüsse

Gratis Coronatests - und die App ist da

Wer sich auf das Coronavirus testen lassen möchte, soll das ab Donnerstag kostenlos tun dürfen. Das und einige anderen Dinge hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Eine Übersicht.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 24. Juni 2020, 13:52 Uhr Bundesratsbeschlüsse

CORONA-WARN-APP

Die Schweizer Corona-Warn-App kann ab Donnerstag landesweit genutzt werden. Der Bundesrat hat die Verordnung über das Proximity-Tracing-System für das Coronavirus verabschiedet. Die freiwillige und kostenlose Anwendung soll helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Mit der Swiss-Covid-App für Mobiltelefone werden Benutzer gewarnt, falls sie engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten.

Der Bundesrat hofft, dass möglichst viele Menschen die Anwendung in neun Sprachen herunterladen. Wer sich bei einer Warnung auf Anordnung eines Arztes oder einer Behörde in Quarantäne begeben müsse, habe Anrecht auf den Corona-Erwerbsersatz, teilte der Bundesrat mit. Wer sich aber nach einer Kontaktmeldung der App freiwillig in Quarantäne begebe, ohne dass dies von einer Behörde oder einem Arzt oder einer Ärztin angeordnet sei, erhalte diese Entschädigung nicht.

GRENZEN

Der Bundesrat hat eine weitere Lockerung der Corona-Regeln beschlossen: Ab 6. Juli können wieder Arbeitskräfte aus Drittstaaten in die Schweiz einreisen. Bewilligungen werden im Rahmen des Kontingentsystems wie vor der Corona-Krise erteilt. Auch Rentnerinnen und Rentner bekommen wieder eine Bewilligung.

Die Einschränkungen für Touristinnen und Touristen aus Drittstaaten hingegen bleiben vorläufig bestehen, der Bundesrat will diese in Abstimmung mit den anderen europäischen Ländern aufheben. Zwischen den Schengen-Staaten herrscht seit Mitte Juni zwar wieder Reisefreiheit.

CORONA-TESTS

Wer sich auf das Coronavirus testen lassen möchte, soll das ab Donnerstag kostenlos tun dürfen. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Er kommt damit einer Forderung der Kantone und der Covid-19-Taskforce nach. Der Bund übernimmt die Kosten sowohl für Tests auf Infektion mit dem Coronavirus wie auch die serologischen Tests zum Nachweis von Antikörpern.

Die Corona-Analyse muss aber von einem Arzt oder einer Ärztin angeordnet werden. Wenn ein Test nur auf Verlangen der betroffenen Person erfolgt, trägt die Patientin oder der Patient die Kosten selbst. Wenn ein Arbeitgeber einen Test verlangt, muss dieser für die Kosten aufkommen. Insgesamt spricht der Bundesrat für die Übernahme der Corona-Tests weitere Zusatzkredite im Umfang von 288 Millionen Franken für das Jahr 2020. Das Parlament soll diese in der Herbstsession behandeln. (sda)

Kommentar schreiben

Kommentar senden