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Nach Giftköderattacke in Dürnten

Oberländer Hundehalter sind alarmiert

Nach einem Giftköderanschlag auf einen Hund in Dürnten stehen Hundehalter im Internet Kopf. In den sozialen Medien kursieren gar Verdächtigungen.

David
Kilchör
Donnerstag, 17. Oktober 2019, 10:18 Uhr Nach Giftköderattacke in Dürnten

Oberländer Hundehalter sind erzürnt. Kürzlich frass der Hund einer Dürntnerin einen Giftköder, worauf der Tierarzt 16 Nägel und zwei Schrauben im Magen des Tieres fand. Die Kantonspolizei bestätigt den Fall und teilt mit, dass sie noch nie von einem Köder mit Nägeln gehört hat.

Während die Polizei ermittelt, machen die Tierfreunde der Region im Internet ihrem Ärger Luft. Einige finden, man sollte mit der Täterin oder dem Täter gleich verfahren, wie er oder sie es mit den Tieren tat. Ein Facebook-User schreibt gar, Mittel zur Disziplinierung müsse man immer zuerst an sich selber auf die Wirksamkeit testen. Sollte der Täter das nicht getan haben, dürfe er es gerne nachholen.

Ein Ustermer unter Verdacht

Zeitgleich äussern mehrere Personen auf Facebook Verdächtigungen. Ein Mann aus Uster wird etwa erwähnt. Diesem wünscht jemand «chronische Bauchschmerzen und 'de Schiesser'».

Doch auch die Gegenseite meldet sich zu Wort. In einer Email an die Redaktion schreibt eine Frau, sie verstehe jeden, der solche Köder legt. Da spazierten die Leute auf dem Dürntner Riet mit einem, zwei oder gar drei Hunden. Und statt die Aufmerksamkeit auf die Tiere zu richten, werde telefoniert - und die Hinterlassenschaft der Hunde einfach grosszügig liegen gelassen.

Eine Frau sagt, sie würde gleich handeln

Blöd sei, dass jene, die sich an die Regeln halten, auch unter solchen Attacken leiden würden. Aber: «Solche Aktionen mit Giftködern, das wundert niemanden.» Wäre sie Grundbesitzerin und hätte täglich «Scheisshaufen» auf ihrem Land, würde sie gleich handeln.

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