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Ustermerin verliert Ehering des verstorbenen Ehemanns

Riesige Anteilnahme auf Facebook

Ustermerin verliert Ehering des verstorbenen Ehemanns

Eine Ustermerin verlor gleich zwei Eheringe. Daraufhin startete ihre Tochter einen Aufruf auf Facebook – und erfuhr riesige Anteilnahme.

Laura
Cassani
Donnerstag, 31. Januar 2019, 10:58 Uhr Riesige Anteilnahme auf Facebook

Manchmal schreibt das Leben schöne Geschichten – die aber mit Verzweiflung beginnen.

Die Mutter einer Ustermerin verlor letzte Woche gleich zwei Eheringe: den eigenen und den Ring ihres verstorbenen Ehemanns. Seit dem Tod ihres Partners trug sie beide zusammen am selben Finger. Die ganze Familie war verzweifelt – wahrscheinlich waren die Ringe beim Ausziehen der Handschuhe abgerutscht.

Die Tochter setzte alle Hebel in Bewegung, auch in den Sozialen Medien. Sie postete einen Aufruf auf Facebook, mit der Hoffnung, dass die Community ihrer Mutter helfen würde. Auf ihrem persönlichen Account und in der Gruppe «Du bisch wo Uster, wenn» schrieb sie: «Wür eus sehr viel bedüüte die Ring wieder z finde. Bitte teiled min Biitrag.» Dazu ein niedergeschlagenes Smiley und bittende Hände.

Überwältigendes Mitgefühl

Knapp eine Woche später freut sich die Tochter: «Ich war überwältigt, wie viele Leute meinen Beitrag geteilt haben.» Tatsächlich war die Anteilnahme gross: 332 Mal wurde der Facebook-Post innerhalb weniger Tage geteilt. «Ich hätte nie gedacht, dass ich, respektive meine Mutter, so viel Mitgefühl erwecken könnten. Das hat uns sehr berührt», schreibt die Ustermerin im Facebook-Chat mit «Züriost».

Trotz des vielen Mitgefühls: Die Eheringe hat nicht die Community gefunden, sondern die Familie selbst. Beide tauchten am Sonntag, zwei Tage nach dem verzweifelten Online-Aufruf, im Auto der anderen Tochter wieder auf.

«Meine Mutter ist überglücklich, dass sie die Ringe wieder hat.»

Tochter

Um sich anzuschnallen, habe ihre Mutter die Handschuhe ausgezogen. Und da sei es – wie bereits vermutet – passiert. «Meine Mutter ist überglücklich, dass sie die Ringe wieder hat», so die zufriedene Tochter. «Vor allem weil der eine Ehering meinem verstorbenem Vater gehörte.»

Und so wandelt sich Verzweiflung in Glück – auch auf Facebook.

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