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Frauen sexuell missbraucht

Frauen sexuell missbraucht

Am frühen Samstagmorgen wurde in Uster eine junge Frau sexuell genötigt. Am Ostersonntag passierte in Männedorf ein ähnliches Sexualdelikt.

Montag, 24. März 2008, 09:00 Uhr

Am frühen Samstagmorgen sind in Uster und rund 24 Stunden später auch in Männedorf zwei junge Frauen Opfer eines Sexualdelikts geworden. Die Tathergänge waren bei beiden Übergriffen sehr ähnlich. Beide Frauen wurden in den frühen Morgenstunden von einem männlichen Unbekannten mit einer Waffe bedroht und in der Folge sexuell genötigt. Wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, erlitten beide Opfer Schürfverletzungen.

Mit einer Pistole bedroht

Gemäss Angaben der Kantonspolizei ereignete sich der Übergriff in Uster am frühen Samstagmorgen kurz nach 4 Uhr. Zu dieser Zeit war eine 21-jährige Frau vom Bahnhof Uster her in Richtung Ackerstrasse unterwegs. Plötzlich sah sie sich einem unbekannten Mann gegenüber, der sie mit einer Pistole bedrohte und sie aufforderte, mit ihm mitzukommen.


Zielstrebig führte er die junge Frau in einigen Minuten Fussmarsch via Holztreppe in den Wald zum Aussichtspunkt Känzeli. Dort verging sich der Täter an seinem Opfer und flüchtete anschliessend. Die junge Frau meldete sich danach bei der Polizei.

20- bis 25-jähriger Täter

Wie das Opfer zu Protokoll gab, handelt es sich beim Unbekannten um einen 20 bis 25 Jahre alten Mann mit einer Körpergrösse von rund 170 Zentimetern. Er hat eine insgesamt «jugendliche Erscheinung», dunkle, kurze Haare und dunkle Augen. Sein Gesicht war mit einem schwarz/roten arabischen Tuch verdeckt. Zum Tatzeitpunkt trug der junge Mann eine Mütze, eine schwarze Stoffhose, eine schwarze Winterjacke mit Reissverschluss. Er sprach Zürcherdialekt und war mit einer Pistole bewaffnet.

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Zuerst nach Geld gefragt

Zu einem weiteren Sexualdelikt mit ähnlichem Ablauf kam es in der Nacht auf Ostersonntag in Männedorf. Gemäss Polizeiangaben befand sich eine 19-jährige Frau gegen 0.30 Uhr vom Bahnhof Männedorf her kommend auf dem Heimweg. In der Nähe eines unbewohnten Neubaus an der Schwerzistrasse wurde sie von einem Maskierten angefallen, mit einem Messer bedroht und zu Boden gedrückt.


Danach führte der Mann sein weibliches Opfer unter Waffengewalt zur Garageeinfahrt des Neubaus, wo er die junge Frau zuerst nach Geld fragte und sie danach betatschte. Dann fesselte er sie an Händen und Füssen und verklebte ihr den Mund. Wie es in der Polizeimitteilung heisst, liess der Täter aber plötzlich von der Frau ab, nahm ihr das Portemonnaie mit Inhalt ab und flüchtete in unbekannte Richtung. Möglicherweise benutzte der Mann bei seiner Flucht ein Fahrrad. Das Opfer konnte sich wenig später selber befreien und den Vorfall der Polizei melden.

Täter trug eine schwarze Maske

Beim unbekannten Täter in Männedorf handelt es sich um einen rund 30 Jahre alten Mann mit einer Körpergrösse von 165 bis 175 Zentimetern. Er hat eine sportliche Statur. Zum Zeitpunkt des Übergriffes trug der Mann eine schwarze Maske, einen dunklen Pullover sowie eine schwarze Hose. Er sprach Zürcherdialekt und war mit einem Messer bewaffnet.

Zusammenhang noch unklar

Obschon es sich der Hergang der beiden Übergriffe in Uster und Männedorf ähnelt, ist es laut Polizeiangaben noch unklar, ob ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Sexualdelikten besteht. Die Polizei sucht aber dringend nach Personen, welche weitere Angaben machen können. Allfällige Zeugen werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei unter der Telefonnummer 044 247 22 11 zu melden. (zo)

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