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Züriost-Wettbewerb Schreibstar

Entscheiden Sie, wer «Schreibstar 2020» wird

Der Schreibwettbewerb der Zürcher Oberland Medien geht in die entscheidende Phase. Sie bestimmen, welche Autorin oder welcher Autor den Titel Schreibstar und das Preisgeld der Bank Avera erhält.

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Mittwoch, 09. Dezember 2020, 16:40 Uhr Züriost-Wettbewerb Schreibstar
Fast 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählt der Schreibstar-Wettbewerb 2020. (Symbolfoto: pixabay.com)
Partner: Bank Avera

Die Regionalbank Avera unterstützt den Schreibstar-Wettbewerb seit der esten Austragung. Allen acht Finalisten der beiden Kategorien winken von der Bank Avera gesponserte Barpreise im Gesamtwert von 3800 Franken.

Frisch aus der Druckerpresse ist das diesjährige Buch des «Schreibstar»-Wettbewerbs 2020 im ZO-Shop erhältlich. Die Teilnehmer wohnen nicht nur im Raum Zürcher Oberland, sondern auch in Hamburg, Salzburg oder Bad Ragaz. Insgesamt wurden 286 Beiträge eingesandt. Geschrieben von Autorinnen und Autoren im Alter zwischen 11 und 90 Jahren. Den Verfassenden waren keine Grenzen gesetzt. Die gab es nur bei der Länge: Bis zu 5000 Zeichen lang durfte die Geschichte zum Oberthema Leidenschaft sein.

Abstimmen auf 079 807 10 10

Ins Buch «Geschichten voller Leidenschaft» haben es die 50 herausragendsten Einsendungen geschafft. Ausgewählt wurden sie von einer Jury, die aus Anna-Katharina Höpflinger (Ludwig-Maximilians-Universität München), Patrick Vogt (Radio Zürisee) und Mike Gadient (Marketingleiter ZO Medien AG) besteht.

Die Jury hat für die Kategorie Erwachsene fünf Finalgeschichten bestimmt. Unter ihnen wird der Titel Schreibstar gekürt. Senden Sie den Buchstaben Ihrer bevorzugten Geschichte bis 13. Dezember um 23:59 Uhr an 079 807 10 10. Möglich ist eine einmalige Teilnahme bei der Abstimmung.

Isabelle Leutenegger (Hünenberg See)

Wer für die Geschichte der 61-Jährigen stimmen möchte, sendet den Buchstaben D per SMS an die Nummer 079 807 10 10.

Jurymitglied Mike Gadient über die Geschichte von Isabelle Leutenegger: «Wow, was für ein Ende. Was für eine Wende. Die Autorin punktet aber nicht nur mit den letzten Zeilen. Sie schafft einen idealen Spannungsbogen. Da wäre der Einstieg, der von einem sehnsüchtig erwarteten Paket handelt. Im nächsten Abschnitt befindet sich der Leser in der Küche.  Speck, Schalotten, Champignons werden zerkleinert. Anschliessend erscheint Françoise Chapelle zum romantischen Abend. Der Hauptgang ist angerichtet – Coq au Vin à la Bocuse. Die Hauptfigur entfacht ihre Leidenschaft in der Küche und der Leser kommt dabei ausser Atem. Ihm läuft nicht nur das Waser im Mund zusammen, er wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen.»

Ulrich Bürgisser (Rüti)

Wer für die Geschichte des 61-Jährigen stimmen möchte, sendet den Buchstaben E per SMS an die Nummer 079 807 10 10.

Jurymitglied Patrick Vogt über die Geschichte von Ulrich Bürgisser: «Ein Gedicht mit Referenz an den grossartigen Rainer Maria Rilke schon im Titel? Das muss in die Hose gehen, dachte ich spontan bei der Juryarbeit...ich gebe gerne zu, ich lag daneben. Die Geschichte unserer «Zürcher Oberländer Panther» ist flott und stimmig vorgetragen, das Versmass «verhebt», der Rhythmus ist angenehm. Wäre ich Rapper, würde ich wohl sagen: Das Gedicht flowt von A bis Z. Besonders erwähnenswert finde ich den Einstieg ins Gedicht wegen seiner Bildhaftigkeit, und auch im weiteren Verlauf blitzen immer wieder Satzfragmente auf, die einem bleiben. Mein Liebling: «Die Angst vor dem Mut», grossartig. Ein Gedicht zu schreiben ist selten leicht, «Die Panter» verdient deshalb meinen allergrössten Respekt...und einen Preis, finde ich.»

Lucija Andrijanic (Uster)

Wer für die Geschichte der 30-Jährigen stimmen möchte, sendet den Buchstaben F per SMS an die Nummer 079 807 10 10.

Jurymitglied Mike Gadient über die Geschichte von Lucija Andrijanic: «Eine Geschichte, die für feuchte Augen sorgt. Das Schicksal der Hauptdarstellerin geht nahe. Sie, die leidenschaftliche Malerin, wird erblinden. Bereits der Einstieg packt und regt zum Nachdenken an: «Wie würdest du die Farbe Rot einer Person beschreiben, die sie nicht sehen kann?» Die Autorin schafft es, die Emotionen ihrer Figur eindrücklich zu vermitteln. Ein Beispiel gefällig? «Schneidet mir meine Ohren oder meine Zunge ab, ja sogar Hände und Füsse, doch nimmt mir nicht meine Augen», lautet ein Zitat. Dem Leser wird erlaubt, tief ins Innenleben der Figur zu blicken. Er wird mitgenommen ins Atelier. Gemalt wird das letzte Gemälde, das den Namen «Gestohlene Leidenschaft» trägt. Es ist das letzte Projekt – man leidet von der ersten bis zur letzten Zeile oder vom ersten bis zum letzten Pinselstrich mit.»

Dania Marthaler (Dänikon)

Wer für die Geschichte der 39-Jährigen stimmen möchte, sendet den Buchstaben G per SMS an die Nummer 079 807 10 10.

Jurymitglied Anna-Katharina Höpflinger über die Geschichte von Dania Marthaler: «Die Geschichte entführt uns in die Welt einer Grossmutter und ihrer Enkelin. Ein lang gehütetes Geheimnis wird gelüftet und damit die Kluft zwischen den Generationen überbrückt. Die Grossmutter ist der Enkelin nämlich viel ähnlicher als jene es ahnt. Und bald stellt sich heraus: Der Schlüssel zum Schrank ist auch ein Schlüssel ins Innenleben der Grossmutter. Die Autorin erzählt diese Geschichte auf eine mitreissende und gleichzeitig schlichte Art, die wunderbar zu der pragmatischen und dennoch geheimnisvollen Figur der Nana passt. Damit bricht die Autorin auf eine sanfte Art mit Klischees und zeigt, dass es im Leben oft viel mehr gibt als man auf den ersten Blick sieht. Eben eine stille Leidenschaft, die Welten verbindet: Pasta mit Philosophie, Bücher mit Wein, das Erwartete mit dem Ungesagten.»

Monica Heinz (Zürich)

Wer für die Geschichte der 52-Jährigen stimmen möchte, sendet den Buchstaben H per SMS an die Nummer 079 807 10 10.

Jurymitglied Patrick über die Geschichte von Monica Heinz: «Diese Kurzgeschichte brilliert einerseits mit ihrem Erzähltempo, das streckenweise recht hoch ist. Die teilweise Hektik übertrug sich beim Lesen auch auf mich. Zudem werden die meisten auch das latent ungute Gefühl nachempfinden können, wenn etwas nicht vollständig ist; sind wir doch praktisch alle im Innersten immer noch «Jäger und Sammler». Dabei deutet die Kurzgeschichte auch an, was für negative Folgen Leidenschaft haben kann, im konkreten Fall die Sammelleidenschaft. Als weiterer Pluspunkt der Geschichte spricht für mich, dass das vermeintliche Happy End mit einem einfachen Kniff aufgebrochen wird; der Kreis schliesst sich quasi.»