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Elektrosmog: Stadtrat gibt Entwarnung

Vorstoss im Illnau-Effretiker Parlament

Elektrosmog: Stadtrat gibt Entwarnung

Zwei Gemeinderäte verlangten nach Transparenz über Elektrosmog in Illnau-Effretikon. Nun relativiert der Stadtrat mögliche Gefahren.

Marco
Huber
Montag, 16. Juli 2018, 11:20 Uhr Vorstoss im Illnau-Effretiker Parlament
Die Grüne Partei verlangte vom Stadtrat Auskunft bezüglich der Strahlenbelastung (Symbolfoto: Christian Merz)

Die beiden Grünen Gemeinderäte Urs Gut und Arie Bruinink wollten sich in einer Interpellation Klarheit über Elektrosmog in Illnau-Effretikon verschaffen. Darin fragten sie  wie hoch die Strahlenbelastung in der Stadt im Vergleich zu den gesetzlichen Grenzwerten, ist und wie sich diese entwickelt hat.

Dazu wollten die Parlamentarier erfahren, wo diese Strahlung gemessen wird und ob es Gebiete in Illnau-Effretikon gibt, die besonders stark von Strahlungen betroffen sind. Zudem wollten die Gemeinderäte vom Stadtrat eine Antwort darauf, wie dieser auf die «absehbaren» Veränderungen im Zusammenhang mit der 5G-Technologie reagieren will. Ein spezielles Augenmerk legten Gut und Bruinink dabei auf Schulhäuser und Kindergärten.

Mehrfache Kontrolle

In der Antwort verweist der Stadtrat darauf, dass die Strahlenlast alle 26 Mobilfunk-Basisstationen auf dem Stadtgebiet deutlich unter dem Vorsorgegrenzwert für gemischten Mobilfunk liegen. Dies gehe aus regelmässigen Kontrollen hervor. Die Werte würden mittels Standortkontrollen vor Ort und Strahlenmodellierungen durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) überprüft.

Zudem müsse jede Mobilfunk-Basisstation seit 2006 an ein betriebseigenes, extern zertifiziertes Qualitätssicherungssystem angeschlossen sein und würden verpflichtet, die aktuellen Bewilligungs- und Betriebsparameter aller Anlagen alle zwei Wochen auf eine Datenbank des Bundesamts für Kommunikation zu übermitteln.

Die Resultate der Abnahmemessungen werden in einem Prüfbericht zusammengefasst und dem Awel zur Kontrolle verlegt, jedoch wegen der enthaltenen Personendaten nicht veröffentlicht. Stärker von Strahlung betroffen sei die unmittelbare Umgebung von Mobilfunk-Basisstationen.  Da jedoch alle Anlagen die Grenzwerte einhalten, besteht aus Sicht des Stadtrats keine Veranlassung, Massnahmen zur Strahlenreduktion zu treffen.

Gesuche erwartet

Die Schule Illnau-Effretikon verfüge über eine Fachperson für Informatik, welche für die IT-Planung sämtlicher Schulanlagen zuständig ist. Gemäss Rücksprache wurde bei der Planung des WLAN-Netzwerkes auf aktuelle und leistungsfähige Hardware gesetzt. Ausserdem sei durch sorgfältige Abdeckungsplanung verhindert worden, dass die einzelnen Geräte unter Volllast senden müssen, was die Strahlenbelastung reduziere.

Was die 5G-Technologie angeht, so werden Mobilfunk-Basisstationen hinsichtlich der Strahlenbelastung gleich beurteilt wie Neubauten, Umbauten oder Frequenzwechsel von Mobilfunk-Basisstationen mit bisherigen Technologien. Der Stadtrat gehe davon aus, dass die Einführung von 5G einen Anstieg von Baugesuchen mit sich bringen wird. 

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