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Ein Rennen zum Vergessen

Ein Rennen zum Vergessen

Lewis Hamilton hat in der Formel 1 zum zweiten Mal innert Wochenfrist gewonnen. Ein Rennen zum Vergessen erlebte dagegen Sauber.

Sonntag, 06. April 2014, 19:17 Uhr

Der Brite Lewis Hamilton entscheidet im Mercedes nach dem Sieg in Malaysia auch den Grand Prix von Bahrain und das teaminterne Duell mit Nico Rosberg für sich. Eine zwischenzeitliche Neutralisation des Rennens war nach einem spektakulären Unfall von Esteban Gutierrez im Sauber-Auto nötig geworden. Der Mexikaner wurde nach 41 der 57 Runden vom Venezolaner Pastor Maldonado im Lotus beim Einbiegen in eine Kurve seitlich gerammt. Aufgrund der Wucht des Einschlags überschlug sich das Sauber-Auto, kam danach aber auf den Rädern stehend zum Stillstand. Gutierrez blieb glücklicherweise vor schweren Verletzungen verschont; er konnte das beschädigte Cockpit aus eigener Kraft verlassen.

Keine Punkte für Sauber

Maldonado hatte als Strafe eine zehn Sekunden dauernde Stop-and-Go-Strafe zu gewärtigen. Der Führungswagen musste zur Bergung des Sauber-Autos und der Trümmer ausrücken.

Für Gutierrez' Teamkollegen Adrian Sutil war das Aus schon 20 Runden zuvor gekommen, womit die Hinwiler Equipe wie schon in Malaysia einen Doppelausfall zu beklagen hatte. Für Sutil waren die Folgen eines unverschuldeten Rencontres mit dem Franzosen Jules Bianchi im Marussia zu gravierend, so dass er sieben Runden nach dem Zwischenfall das Auto ausrollen lassen musste.

Bianchi trug einen defekten linken Hinterreifen davon und wurde zudem von den Stewards für sein Vergehen mit einer so genannten Drive-Through-Strafe belegt.

Kampf Rad an Rad

Ein anderes Rennen erlebte das hoch überlegene Team Mercedes. Hamilton und der aus der Pole-Position gestartete Rosberg in seinem 150. Grand Prix sorgten für den zweiten aufeinanderfolgenden Doppelerfolg. Langweilig wurde es an der Spitze gleichwohl nicht.

Hamilton und Rosberg bekämpften sich oftmals Rad an Rad. Ruhe war lediglich nach den zweiten Boxenstopps eingekehrt, als der Engländer den Deutschen um rund zehn Sekunden distanzieren konnte. Eine Safety-Car-Phase brachte Rosberg aber noch einmal die Möglichkeit zurück, seinerseits als Sieger abgewinkt zu werden.

Doch Hamilton machte alle Angriffe zunichte oder vermochte gelungene Manöver Rosbergs umgehend zu kontern. Der Engländer siegte zum insgesamt 24. Mal in der Formel 1. Er steht damit auf einer Höhe mit Juan-Manuel Fangio. Der legendäre, im Juli 1995 verstorbene Argentinier hatte in den Fünfzigerjahren zwei seiner fünf WM-Titel als Mercedes-Fahrer gewonnen.

Hinter dem unangefochtenen Mercedes-Duo belegte Sergio Perez im Force India mit über 20 Sekunden Rückstand Platz 3. Für den Mexikaner wars der vierte Podestplatz in der Formel 1. Die ersten drei, zwei zweite und einen dritten Rang, hatte er als Fahrer des Teams Sauber in der vorletzten Saison errungen.

Die indische Equipe konnte sich erst zum zweiten Mal über eine so gute Klassierung freuen. 2009 war der Italiener Giancarlo Fisichella im Grand Prix von Belgien Zweiter geworden. Daniel Ricciardo wurde im Red Bull Vierter, nachdem er wenige Runden vor Schluss das teaminterne Duell gegen Sebastian Vettel für sich entschieden hatte. Der Weltmeister wurde hinter Landsmann Nico Hülkenberg im zweiten Force-India-Auto Sechster.

Resultate GP Bahrain
1. Lewis Hamilton (Gb), Mercedes. 2. Nico Rosberg (De), Mercedes, 1,0 zurück. 3. Sergio Perez (Mex), Force India-Mercedes, 23,9. 4. Daniel Ricciardo (Au), Red Bull-Renault, 24,3. 5. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes, 28,4. 6. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 29,6. 7. Felipe Massa (Br), Williams-Mercedes, 30,9. 8. Valtteri Bottas (Fi), Williams-Mercedes, 31,5. 9. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 32,2. 10. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 33,0. - 22 Fahrer gestartet, 16 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Adrian Sutil (De), Sauber-Ferrari; Esteban Gutierrez (Mex), Sauber-Ferrari; Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes; Kevin Magnussen (De), McLaren-Mercedes.

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