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Effretiker wird Flyers-Präsident

Die EHC Kloten Sport AG hat ihr Aktienkapital erhöht. Zudem wird der Verwaltungsratspräsident Peter Bossert seine Aktienmehrheit

Mittwoch, 23. April 2008, 09:00 Uhr

Einer Kapitalerhöhung, um die Liquidität der Eishockey Club (EHC) Kloten Sport AG zu verbessern, hatten die Aktionäre schon an der Generalversammlung vom 5. Juli 2007 zugestimmt. Sie folgten dem Antrag des Verwaltungsrates, maximal 15'000 Aktien zum Nominalwert von 50 Franken als genehmigtes Kapital auszugeben.

 

Laut einer Medienmitteilung vom Mittwoch sind im Rahmen dieser geplanten Kapitalerhöhung Anfang April nun in einem ersten Schritt über die Firma Jube Holding AG 9000 Aktien im Nominalwert von 50 Franken und einem Agio von 100 Franken gezeichnet und voll liberiert worden.

 

Die Jube Holding mit Sitz in Hermetschwil-Staffeln im Kanton Aargau befindet sich zu 100 Prozent im Besitz von Jürg Bircher. Er soll im August, nach der Generalversammlung vom Juli, auch Mehrheitsaktionär werden, indem er vom jetzigen, Peter Bossert, ein weiteres Aktienpaket erwirbt.

Sanfter Übergang geplant

Bossert soll zweitgrösster Aktionär und während der Saison 2008/09 auch Verwaltungsratspäsident bleiben, bis ihn Bircher per Saison 2009/10 auch in dieser Position ablösen wird. «Ich bin in Effretikon aufgewachsen und schon seit 35 Jahren Kloten-Fan», erklärte Bircher gestern. Mit der Zürcher Immobilien- und Baumanagement-Firma Iban AG, die der Jube Holding AG gehört, trat der 43-Jährige zudem als Sponsor auf.

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Mit Birchers finanziellem Engagement fliessen der EHC Kloten Sport AG 1,35 Millionen Franken zu. Auf das sportliche Geschehen will er vorerst nur zurückhaltend einwirken: «Im ersten Jahr will ich vieles lernen und aus der Distanz betrachten.» Als Verwaltunsratspräsident wolle er dann aber natürlich auch seine Ideen umsetzen, erklärte er weiter. «Sonst müsste ich das ja nicht werden.»


Bossert wird im August 70-jährig und stiess 2001 zur EHC Kloten Sport AG, um den Konkurs abzuwenden, der durch den Verlust des Hauptsponsors nach dem Swissair-Grounding gedroht hatte. Der jetzige Verwaltungsratspräsident wollte eigentlich schon nach drei bis fünf Jahren zurücktreten. (mar)

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