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Züriost-Blog

Die verknallten Kindergartenkinder

Redaktion
Züriost
Montag, 01. März 2021, 11:00 Uhr Züriost-Blog

Selbst beim ins Bett bringen schafft es mein Sohn, mich ein bisschen zu schocken.

Sohn: Mami, es isch sooo lieb, dass ich wegem Hueschte usnahmswiis bi eu im Bett dörf schlafe. Hö, was isch das für es Chleid det hinder de Tür?

Ich: Ah, das. Das isch mis Hochziitschleid. Hani sit 9 Jahr nüm agha...

Sohn: Oh, es gseht sehr schön us! So glitzrig! So öppis möcht ich au mal ha.

Ich: Mhhh... Ob du mal hüratisch oder nöd, isch mir egal, aber ich wünsch dir, dass du öpper findsch, wo du sehr fescht liebsch. Und wo dich liebt.

Sohn: Oh Mann, d A. isch imfall voll verliebt i mich. Es isch voll peinlich!

Ich: Äh... isch doch schön... was meinsch mit peinlich? Wie chunnsch druf, dass sie verliebt isch?

Sohn: Sie wott mich im Chindsgi die ganz Ziit umarme und abküsse.

Ich: Oh... ja, das isch zimli es guets Indiz.

Sohn: Alte, mir isch das total peino.

Ich: Aso... hesch ihre das gseit? Dass es chli, ähm, vill findsch?

Sohn: Nöd so richtig. Weisch, ich ha sie gern. So als Kollegin. Nöd, dass sie no trurig wird.

Ich: Ah... sehr lieb vo dir.

Sohn: Usserdem, Mami, isch es mir jetz au mal passiert. S hett mi voll troffe. Peng, knall, Liebespfiil is Herz!

Ich: ...???

Sohn: Aso ich meine ich bi verliebt.

Ich: Uou! So schön! I wer denn?

Sohn: So i paar Meitli.

Ich: Wie, e paar...?

Sohn: Ja, aso, d M. und d B. Ich chan mi halt nöd entscheide. Also bini i beidi verliebt.

Ich: Aso... das isch zwar total krass! Aber isch mer au schomal passiert, ehrlich gseit. A was merksch das mit em verliebt? Sit wenn isch das?

Sohn: Es isch mal ame Omatag passiert. Da isch mer de Liebespfiil is Herz gfloge. Peng.

Ich: Vo wo hesch du das mit em Pfil. Die Formulierig. Wer hett dir das gseit?

Sohn: Da han ich mini eigene Erfahrige gmacht.

Ich: Oooookeyyyy... Wow. Aber gseit hesch es dene Meitli nonig?

Sohn: Nö. Das säg ich ihne erscht, wenn ich sie hürate.

Ich: Ähm... ja, lass der ruhig Ziit...

Sohn: Villicht chönnt ich au de L. hürate?

Ich: Ja... klar, wenn du das willsch. Bisch denn i de au verliebt?

Sohn: Alte, nei!!! Ich han en gar nöd mal sooo gern. Aber er isch sehr luschtig und er seit, ich seg sin beschte Fründ. Er bringt mi würkli vill zum Lache.

Ich: Ja, das wär schomal e gueti Usgangslag... So, jetzt muesch aber schlafe...

Sohn: OMG ja, morn im Chindsgi wirds sicher wieder voll streng...

Isabelle Maissen fragt nicht, ob sich Beruf und Familie vereinen lassen. Sie packt einfach alles ins Leben, was ihr wichtig scheint: Den abenteuerlichen Alltag mit zwei Schulkindern, einen Job, der jeden Tag anders daherkommt und viel Auslauf in Form von sportlicher Betätigung. Manchmal liegt auch etwas Schlaf drin. Der Ehemann «hilft» nicht im Haushalt, sondern erledigt genauso selbstverständlich seine Hälfte, wie sie ihre Hälfte zum Einkommen beiträgt. Die Ehe funktioniert trotzdem und die Kinder wirken soweit unbeschädigt.

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