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Züriost-Blog

Die sieben besten ersten Male

Talina
Steinmetz
Mittwoch, 24. Februar 2021, 10:20 Uhr Züriost-Blog

Hihi erstes Mal. Hihi wie bei Sex. Hihi. 

Gut, haben wir das gleich zu Beginn geklärt. Denn nein, ich werde Ihnen hier weder über mein erstes Mal erzählen, noch will ich von Ihnen wissen, wie das bei Ihnen war. Zumindest nicht, wenn es um ein sexuelles erstes Mal geht.

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Die ersten Male, die ich meine, gibt es jedes Jahr wieder aufs Neue. Genau genommen sind es dann keine «ersten» Male mehr. Irgendwie aber schon, weil sie immer wieder aufregend und berauschend sind. Folgende, sich wiederholende erste Male gehören dazu. 

  1. Der erste Feierabend bei Sonnenschein. Das heisst, die Tage werden länger und der Winter verabschiedet sich langsam. Ein gutes Gefühl, nicht mehr in der Dunkelheit nach Hause zu kommen.
     
  2. Die erste Runde auf dem Motorrad nach der Winterpause. Trotz gut sechs Monaten Pause fühlt es sich an, als wäre ich am Vortag das letzte Mal gefahren. Der Wind bläst meine Haare nach hinten, in der Hand am Gashebel kitzelt es, ich stosse einen Freudenschrei aus. So fühlt sich Freiheit an.
     
  3. Der erste Lunch auf der Terrasse. Die Vögel zwitschern, das Thermometer zeigt 14 Grad an. Warme Sonnenstrahlen heben die Stimmung.
     
  4. Das erste Mal Shorts tragen. Die morgendliche Wettervorhersage verspricht sommerliche 25 Grad. Also wage ich es, zu Shorts statt Jeans zu greifen. Kaum aus dem Haus, bestätigt mir ein angenehmer Luftzug, dass es die richtige Entscheidung war.     
     
  5. Der erste Sprung ins kalte Nass. Die Temperaturen sind seit einigen Wochen immer gestiegen, ich schwitze jeden Tag ein wenig mehr. Also kühle ich mich nach Feierabend im Brunnen in der Winterthurer Altstadt ab. Der Sommer ist eingeläutet.  
     
  6. Das erste Glace des Jahres. Ich habe geschwitzt, zum Beispiel unter dem Motorradhelm, und sehne mich nach einer süssen Abkühlung. Fünf Minuten später habe ich das erste Eis der Saison verputzt, das irgendwie immer ein bisschen besser schmeckt als alle darauffolgenden.
     
  7. Die erste Sommer-Party. Ich setze meine Sonnenbrille auf, schmiere Sonnencreme auf meine Nase und binde mir mein Fusskettchen um. Eine halbe Stunde später tanze ich irgendwo auf einer Wiese zu elektronischen Klängen, um mich herum meine besten Freunde. Einige Stunden lang tanzen wir, während die Sonne langsam untergeht. So könnte es für immer sein.  

Talina Steinmetz kann nie lange stillsitzen, liebt Babybüsis und hasst den Winter. Aber sie passt sich an. Mal mehr, mal weniger. 

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