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Züriost-Blog

Sternschnuppenwünsche

Lea
Chiapolini
Mittwoch, 12. August 2020, 10:45 Uhr Züriost-Blog

Immer im August gibt es ein paar magische Nächte, in denen unzählig viele Sternschnuppen über den Nachthimmel flitzen. In diesem Jahr ist es die Nacht vom 12. auf den 13. August, in der das Spektakel seinen Höhepunkt erreicht – bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde sind zu sehen. Doch auch noch die nächsten paar Tage sind es bis zu fünfzig pro Stunde. Am besten richtet man spätabends seinen Blick nach Osten zum Sternbild Perseus, um möglichst viele Leuchtkugeln erspähen zu können.

Die Perseiden, so heisst der wiederkehrende Meteorstrom, hinterlassen zudem immer eine Art Dreckspur im All. So steigt die Zahl an Sternschnuppen mit jedem Mal, wenn die Perseiden-Meteore eine Runde um die Sonne gemacht haben. Dafür haben sie leider stolze 130 Jahre, sodass man in einem Menschenleben eher wenig davon merkt.

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Ich bin ein grosser Astronomie-Freak. Und da es mit mir und dem Kometen Neowise nicht geklappt hat, freue ich mich umso mehr auf den diesjährigen Sternschnuppen-Regen. Dieser entwischt mir nicht.

Ich packe darum meine Kiste mit all den Wünschen, die sich über das letzte Jahr angesammelt haben, aus. Ich will ja schliesslich bereit sein für die Schnuppis. Dass Sternschnuppenwünsche wahr werden, weiss jedes Kind. Darum hier der Inhalt meiner Wunschkiste:

  • Ich wünsche mir, dass ich die USB-Sticks für den Rest meines Lebens bereits beim ersten Versuch richtig einstecke.
  • Ich wünsche mir, dass man Wespen erklären kann, wo sie reinbeissen dürfen und wo nicht.
  • Ich wünsche mir, dass der Abdruck des Kissens nach dem Schlafen nicht mehr eine halbe Ewigkeit auf meiner Backe eingraviert bleibt.
  • Ich wünsche mir, dass Katzenhaare nicht überall hängen bleiben.
  • Ich wünsche mir, dass das Billett von Pendlern, die andere nicht zuerst aussteigen lassen, bevor sie sich in Bus/Zug/Tram drängen, automatisch die Gültigkeit verliert.
  • Ich wünsche mir, dass mein Zmorgebrot nie mehr auf der Seite mit Honig landet, wenn es mir runterfällt.
  • Ich wünsche mir, dass Abflüsse prinzipiell nicht mehr verstopfen, egal wie gross der Haarknäuel im Rohr ist.
  • Ich wünsche mir, dass sich Geschirrspüler von alleine ein und ausräumen, sodass ich nie mehr hinter meinen Mitbewohnern herräumen muss.
  • Ich wünsche mir, dass die Kaffeemaschine immer Wasser hat, wenn ich Kaffee machen will.
  • Ich wünsche mir, dass in der Schweiz alle exotischen Früchte wachsen, damit wir keine mehr einfliegen müssen.
  • Ich wünsche mir, dass Zug und Bus nur dann Verspätung haben, wenn auch ich spät dran bin.
  • Ich wünsche mir, dass immer, wenn ich etwas aus dem Selectaautomat kaufen will, ein zweites Produkt herunterfällt.
  • Ich wünsche mir, dass jede Nacht Sternschnuppennacht ist. Nicht um mir noch mehr zu wünschen, sondern einfach für etwas mehr Magie auf der Welt.

Lea Chiapolini will doch eigentlich gar nicht so viel. Nur ein schönes Leben, gutes Essen, viel zu lachen und ab und zu etwas zu motzen. Und natürlich immer Recht haben. Aber dies ist ihr erstes Leben. Sie übt noch.

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