×

Skiferien extrem (mit Kindern)

Züriost-Blog

Skiferien extrem (mit Kindern)

Redaktion
Züriost
Sonntag, 08. März 2020, 10:00 Uhr Züriost-Blog

Erkenntnisse aus einer Woche Skiferien.

Hier gehts zu allen Züriost-Blogs >>

  1. Huuskafi passt zu jeder Zeit (früher war man an den Après-Ski gebunden, aber der fällt mit Kindern natürlich weg).
  2. Nirgendwo tritt die hässliche Fratze des elterlichen Ehrgeizes so offen zu Tage wie an den Abschrankungen der Skischule («Nina, dini Pizzastellig isch wieder z eng gsi! Noah, ich han der d Ski fürs Skirenne extra no gwachset!»).
  3. Snowlis Geschichte ist hirnrissig und an den Haaren herbeigezogen (ein ausserirdischer Hase lernt Skifahren von Pinguinen und Schlangen), aber die Kinder fahren total auf ihn ab.
  4. Bei uns zuhause gibt es allgemein zu wenig Voressen und Fleischkäse.
  5. Kinder können sieben Tage lang jeden Tag Wienerli mit Pommes Frites (Tochter) essen oder Hamburger mit Pommes Frites (Sohn), ohne sichtbare Schäden davonzutragen.
  6. Die Phase, in der du die Skizwerge bei jeder Abfahrt x-Mal vom Boden auflesen und Stöcke und Beine sortieren musst, geht nahtlos über in die Phase, in der du ihnen hektisch nachfährst und rufst: «Nöd so schnell! Langsamer uf d Schanze!»
  7. Kompetition ist nicht genetisch. Nichts als eine Goldmedaille ist unseren Kindern am Skirennen gut genug. Wir Erwachsenen haben da deutlich weniger Ehrgeiz.
  8. Unfreiwillig komisch sind für uns darum jene Eltern, die das Elternskirennen unbedingt gewinnen wollen, um auf dem Podest zu stehen und von Snowli ein Pack Glarner Schabziger als Preis in Empfang zu nehmen. Wir kaufen den Ziger im Dorfladen. Und die Medaillen leihen wir uns von den Kindern.
  9. Nur wer mit Kindern Skiferien macht, kann den Begriff «Materialschlacht» in all seinen Dimensionen zufriedenstellend erfassen.
  10. Der eingangs erwähnte Huuskafi hilft bei der Verarbeitung all dieser Erkenntnisse.

Isabelle Maissen fragt nicht, ob sich Beruf und Familie vereinen lassen. Sie packt einfach alles ins Leben, was ihr wichtig scheint: Den abenteuerlichen Alltag mit zwei Schulkindern, einen Job, der jeden Tag anders daherkommt und viel Auslauf in Form von sportlicher Betätigung. Manchmal liegt auch etwas Schlaf drin. Der Ehemann «hilft» nicht im Haushalt, sondern erledigt genauso selbstverständlich seine Hälfte, wie sie ihre Hälfte zum Einkommen beiträgt. Die Ehe funktioniert trotzdem und die Kinder wirken soweit unbeschädigt.

Kommentar schreiben

Kommentar senden