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Fasnächtliche Vorhölle

Züriost-Blog

Fasnächtliche Vorhölle

Redaktion
Züriost
Sonntag, 16. Februar 2020, 10:00 Uhr Züriost-Blog

Woran du die Vorhölle erkennst, auch wenn sie sich als Kinderfasnacht tarnt:

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  • Du bist kostümiert. Alle sind kostümiert. Manche Erwachsenen haben leider beim Anziehen ihre Würde vergessen.

  • Der gesamte Sauerstoffvorrat im Raum wurde bereits aufgebraucht, und zwar Stunden vor deiner Ankunft.

  • Deine eigenen und viele hundert fremde Kinder werfen dir Konfetti in den Ausschnitt und in die Haare.

  • Die erwachsenen Clowns sind die schlimmsten. Sie scheinen es tatsächlich lustig zu finden.
  • Deine Kinder atmen/saugen die Konfetti durch sämtliche Körperöffnungen ein und erst zuhause wieder aus. 

  • Die Prinzessinnendichte ist unerträglich hoch (wie oft wurde Elsa wohl geklont?).
  • Keiner der anwesenden Cowboys, Supermans, Ritter oder Polizistinnen hilft dir und rettet dich vor den konfettibeladenen Monstern, Meerjungfrauen oder Hexen.
  • Im Gegenteil, auch die Ordnungshüterinnen und -hüter reihen sich ein in die Gruppe der Verrücktgewordenen.
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Es gibt kein Programm ausser: Laute Kinder bewerfen sich zu lauter Musik mit Papierschnipseln.
  • Um das Hysterielevel konstant zu halten, werden süsse Brötchen und gezuckerte Getränke abgegeben.
  • Wenn die Konfettisäcke leer sind, kriechen die Kinder auf dem Boden herum und schaufeln neues Konfetti zusammen.
  • Zuhause, wenn du aus allen Ritzen eurer Körper und Kleider Konfetti heraus gestaubsaugt hast, fällt dir ein, dass du für den Znacht Reis eingeplant hast. das ist kein guter Moment.
  • Das letzte Konfetti findest du neun Monate später in einem Spalt in der Kaffeemaschine. Flashback!
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Deine Kinder aber schauen dich am Abend treuherzig an und fragen: «Mami, werum isch das eigentli nume eimal im Jahr?»

Isabelle Maissen fragt nicht, ob sich Beruf und Familie vereinen lassen. Sie packt einfach alles ins Leben, was ihr wichtig scheint: Den abenteuerlichen Alltag mit zwei Schulkindern, einen Job, der jeden Tag anders daherkommt und viel Auslauf in Form von sportlicher Betätigung. Manchmal liegt auch etwas Schlaf drin. Der Ehemann «hilft» nicht im Haushalt, sondern erledigt genauso selbstverständlich seine Hälfte, wie sie ihre Hälfte zum Einkommen beiträgt. Die Ehe funktioniert trotzdem und die Kinder wirken soweit unbeschädigt.

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