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Mit Brumm! in die Top 10!

Züriost-Blog

Mit Brumm! in die Top 10!

Beni
Frenkel
Montag, 10. Juni 2019, 10:05 Uhr Züriost-Blog

Ich will Ihnen ein Geheimnis offenbaren: Ich bin auch nur ein Mensch. Ich will geliebt und als Journalist gelesen werden. Als Student habe ich einen Sommer lang Glacé verkauft. An schlechten Tagen, als niemand etwas wollte, nahm ich das immer sehr persönlich. Wahrscheinlich, redete ich mir ein, lag der miese Verkaufserlös an meinem Äusseren oder meinen lahmen Sprüchen. Natürlich wusste ich, dass weniger Glacé verkauft werden, wenn es regnet oder kalt ist. Trotzdem, die Schuld suchte ich immer zuerst bei mir.

Als Journalist ergeht es mir heute ähnlich. Ich will, dass meine Texte bis zum letzten Wort gelesen werden. Als ich vor 20 Jahren meine ersten Texte schrieb, ging ich davon aus, dass meine Texte um die Welt gingen.

Dass das nicht unbedingt immer der Fall war, erfuhr ich mit dem Beliebtheitsranking. Sie kennen das sicher von unserer Startseite. In der Rubrik «Top 10» werden täglich die beliebtesten Artikel Ihrer Züriost-Journalisten aufgeführt.

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Im ersten Rang ist fast immer der Leserwettbewerb «Das schönste Leserfoto». Gegen das kommt kein Journalist an, auch dann nicht, wenn er die spannendste Geschichte ausgegraben hat. Damit müssen wir leben.

Seit einem Jahr arbeite ich nun auf der Züriost-Redaktion. Ich habe viel über das Zürcher Oberland gelernt. Heute weiss ich: Otto Oberländer interessiert sich vor allem für Autos. Das können traurige Nachrichten von Verkehrsunfällen sein, aber auch erfreuliche Neuigkeiten aus der Oldtimer-Ecke.

Da auch ich in die «Top 10» landen will, suche ich immer nach Auto-Themen. Manchmal schreibe ich über eine Gemeindeversammlung und überlege lange nach einem spannendem Titel nach. Wie kann ich die Gemeindeversammlung als Autogeschichte verkaufen? Generiere ich viele Klicks, wenn ich title: «Gemeindepräsident fährt Budget in den Graben»? Oder besser: «Gemeinde baut Crash – Jahreszahlen im Ferrari-Rot»?

Das sind Fragen, die mich bis in den Schlaf begleiten. Auto, Auto, Auto. Manchmal, wenn mir keine Geschichte einfällt, setze ich mich vor die Kreuzung und gucke dem Verkehr nach. Da sind mir schon viele Ideen eingefallen: Warum gibt es heute keine bunten Autos mehr? Warum fahren Männer einhändig und Frauen verkrampft? Warum gucken Porsche-Fahrer mürrischer als Mercedes-Fahrer?

Sie sehen, die Ideen gehen mir zum Glück nicht aus. Aber bitte, lesen Sie auch meine Texte!

Beni Frenkel ist noch ein Redaktionsküken: Erst seit Herbst 2018 betreut er die Gemeinden Russikon und Bauma. Der dreifache Familienvater und mittelmässige Ehemann wohnt in Zürich. Seine Begeisterung für das Zürcher Oberland steigert sich von Tag zu Tag. Frenkel wandert gerne auf leicht hügeligen Wanderstrecken. Seine weiteren Hobbys sind: Briefmarken, Bücher und Schnaps.

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