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Sommer ist grausam schön

Züriost-Blog

Sommer ist grausam schön

Lea
Chiapolini
Mittwoch, 05. Juni 2019, 10:00 Uhr Züriost-Blog

Sommer!

Sommer ist endlich da!

Sommer ist wunderbar.

Sommer ist früh aufstehen und es ist bereits hell.

Sommer ist lange Abende im Garten und es ist immer noch hell.

Sommer ist wie eine prickelnde Massage von tausend Sonnenstrahlen.

Sommer ist mehr Farbe im Essen.

Sommer ist Zmittag auf der Terrasse der Redaktion.

Sommer ist bei der Kafipause am Nachmittag auf der Terrasse meckern, wie heiss es doch bereits ist.

Sommer ist sowieso meckern, egal ob es jetzt zu heiss ist oder regnet.

Sommer ist zum Zvieri das erste Glacé.

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Sommer ist auf dem Heimweg nach der Arbeit wilde, wunderbar duftende Holunderblüten pflücken.

Sommer ist mit dem Velo in die Badi.

Sommer ist der Geruch der Sonnencrème, mit der man von den Eltern früher eingerieben worden ist.

Sommer ist in der Badi bereits das zweite Glacé des Tages schlecken.

Sommer ist verstrubbeltes Haar, weil es entweder dreckig ist, da man es später in der Badi waschen will, oder nach dem Schwimmen in der Badi in alle Richtungen abstehend an der Luft getrocknet ist.

Sommer ist 24 Stunden pro Tag klebrige Haut, weil man entweder verschwitzt oder eingecremt ist.

Sommer ist Schmerz, weil der Sonnenbrand stärker ist als die Disziplin, sich immer einzucremen, weil man ja sonst immer klebrig ist.

Sommer ist barfuss in einen Kaugummi treten, der so aufgeweicht ist, dass man eine Fadenspur hinter sich her zieht.

Sommer ist nasse Flecken auf dem T-Shirt, weil man die Kleider nach dem Schwimmen einfach über das Bikini zieht.

Sommer ist das Füdli auf dem Velosattel verbrennen, nachdem sich dieser vor der Badi stundenlang in der Sonne erhitzt hat.

Sommer ist ein Dutzend Fliegen, die man auf der anschliessenden Velofahrt verschluckt und danach trotzdem noch Hunger hat.

Sommer ist Grillieren.

Sommer ist viel zu viel Fleisch essen, weil man so viel grilliert.

Sommer ist zudem ein Käfer im Glas, weil man die vorher auf dem Heimweg gesammelten Holunderblüten nicht abspülen will, bevor sie im Wasserkrug landen, damit der ganze Geschmack mitkommt.

Sommer ist noch mehr Käfer im Glas, weil das auch mit Pfefferminze funktioniert.

Sommer ist der kritische Blick in den Spiegel vor dem Schlafengehen, ob die vielen Glacés schon Spuren hinterlassen.

Sommer ist nicht zu wissen, ob man jetzt ein Pischi anziehen oder unter der dicken Decke schlafen soll.

Sommer ist die Vorfreude auf den nächsten Sommertag, an dem man alles noch einmal genau gleich macht.

Sommer ist grausam schön.

Lea Chiapolini will doch eigentlich gar nicht so viel. Nur ein schönes Leben, gutes Essen, viel zu lachen und ab und zu etwas zu motzen. Und natürlich immer Recht haben. Aber dies ist ihr erstes Leben. Sie übt noch.

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