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Der Liebliche ohne Ecken und Kanten

Citroën C3 Aircross 1.2i PT Shine

Der Liebliche ohne Ecken und Kanten

Mit dem neuen C3 Aircross steigt Citroën – etwas spät im Vergleich zur Konkurrenz – im rasant wachsenden Segment des Kompakt-SUV-Markts ein. Dabei greift Citroën auf seine Stärken zurück: Technik und Design.

Gerold
Schmid
Montag, 13. November 2017, 11:00 Uhr Citroën C3 Aircross 1.2i PT Shine

Zwischen 2012 und 2016 hat sich der Anteil an Kompakt-SUV weltweit verfünffacht. Kein anderes Segment verzeichnet einen solch rasanten Zuwachs. Kompakt-SUV zeichnen sich aus durch kleine Abmessungen, redimensionierte Motoren und mehr und mehr auch dadurch, dass auf einen Allrad verzichtet wird. Das spart letztlich Gewicht und vor allem Treibstoff.

«L’art de vivre»

Später als die Konkurrenz ist nun auch Citroën in dieses Segment eingestiegen und präsentiert seinen ersten Kompakt-SUV, den neuen C3 Aircross. Schon ein erster Blick von aus­sen auf den Wagen zeigt: Der Unterschied zur Konkurrenz fällt ins Auge.
Überboten sich in der Vergangenheit viele Hersteller mit Kanten und Sicken im Design, so zeigt sich der C3 Aircross ­ruhig – mit runden, harmonischen Formen. Man möchte sagen: Er kommt lieblich daher. Ohne Ecken und Kanten.
Ein echter Franzose, der etwas von der französischen «art de vivre» auszustrahlen scheint. Klar, das ist Ansichtssache. Aber mir scheint, als hätte sich Citroën auf seine Urkompetenzen Design und Technik zurückbesonnen.
85 Farbkombinationen möglich
Weiter fällt die hoch angesetzte und waagrecht verlaufende Motorhaube ins Auge und damit verbunden die Lichtsignatur.
Schwarze Schürzenverkleidungen und Unterfahrschutz-Look, zusammen mit ebenfalls schwarzen Radhausverbreiterungen, verstärken das SUV-Aussehen. Der Individualisierung beim Aussehen sind fast keine Grenzen gesetzt. Insgesamt 85 Farbkombinationen sind möglich. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Grip Control statt Allrad

Der Innenraum besticht durch gefühlte Grösse. Die Sitze sind bequem. Die Formsprache zieht sich vom Äusseren ins Innere weiter mit abgerundeten, manchmal verspielt wirkenden Elementen.
Im Cockpit fällt mir zuerst in der Mittelkonsole der von Peugeot her bekannte Grip-Con­trol-Knopf auf (Sonderausstattung). Der C3 Aircross kommt ohne Allrad auf den Markt. Mit Grip Control kann aber die Traktionskontrolle der Vorderräder auf verschiedenen Un­tergrund abgestimmt werden (Standard, Schnee, Schlamm, Sand und ESP off). Grip Control ist eine innovative technische Lösung, die den Allrad zwar nicht ersetzt, aber es dennoch möglich macht, eine Offroad-Fahrt zu geniessen.
Zusätzlich ist ein Hill Assist Descent vorhanden (Sonderausstattung). Bei starkem Gefälle eingeschaltet, hält dieser Assistent den Wagen bergab,
je nach Untergrund, auf einer konstanten Geschwindigkeit; meist zwischen 10 und 20 km/h.

«Wenig» ist genug

Unter der Haube brummt beim gefahrenen Modell ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, gekoppelt mit dem EAT6-Getriebe des Peugeot-Konzerns. Die sequenzielle 6-Gang-Automatik schaltet sehr schnell und fein. Auch wenn es nach «wenig» tönt, der Dreizylinder mit seiner 81-kW-Leistung bringt seine Leistung, und die genügt. Das sonst typische Motoren­geräusch eines Dreizylinders bleibt dank guter Schallisolation aussen vor. Erstaunlich leichtgängig und trotzdem präzise ist die Lenkung. Kurven nimmt der Aircross deshalb problemlos, und er verhält sich dabei äusserst spurstabil.

Sicherheit in Serie eingebaut

Über dem Lenkrad ist ein versenkbares Head-up-Display angebracht (Sonderausstattung), das verschiedene Informationen in Farbe projiziert. Durch seine konkave Form gibt es keine störenden Lichtreflexe und keine Spiegelungen, auch wenn die Sonne darauf scheint.
Spurassistent, Coffee Break Alert, Verkehrsschildererkennung, Geschwindigkeitsregler und -begrenzer sowie Berganfahrhilfe sind in allen drei erhältlichen Varianten serienmässig verbaut. Im gefahrenen Wagen sind zudem eine SOS-Notruftaste und Citroën Assistance eingebaut. Beide Bedienknöpfe sind im Overhead-Panel zu finden. Die digitale Vernetzung ist hervorragend. Sowohl iOS- als auch Android-Smartphones lassen sich über die entsprechenden Apps mit dem Bordcomputer koppeln.

Fazit: Der neue C3 Aircross von Citroën macht einen guten Eindruck. Geschaffen für ein urbanes Kundensegment, das auch gerne mal einen Abstecher «aufs Land» machen will. Citroën zeigt mit diesem Fahrzeug seine Kernkompetenzen in der innovativen Umsetzung von neuen Technologien und neuem Design. Und mit einer Preisspanne von 17’990 bis 28’890 Franken hat er ein grosses Verkaufspotenzial.

 

Technische Daten Citroën C3 Aircross 1.2i PT Start & Stopp Ausführung Shine
Treibstoff:Benzin
Hubraum:1199 cm3
Leistung:81 kW/110 PS
Drehmoment:205 Nm
Getriebe:6-Gang-Automat
Normverbrauch:5,6 l/100 km
Testverbrauch:6,8 l/100 km
CO2-Emissionen:126 g/km
Abgasnorm:Euro 6
Energieeffizienz-Kategorie:C
Ladevolumen:410–1289 l
Grundpreis: ab Fr. 17’990
Testwagen:Fr. 30’650

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