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Der Biber dringt weiter in die Region vor

Erstmals hat ein junger Biber das Tösstal erreicht. Nachdem die Art in der Schweiz einst ausgestorben war, leben nun 15 bis 20 Tiere in der Region. Dem weiteren Vormarsch sind aber Grenzen gesetzt.

Freitag, 20. November 2015, 19:43 Uhr

Der Biber hat die obere Töss erreicht. Diesen Sommer wurden zweifelsfrei Biberspuren in Kollbrunn festgestellt, wie Urs Wegmann von der Biberfachstelle Kanton Zürich bestätigt. «Beim Tier in Kollbrunn wird es sich um ein Jungtier aus der Töss handeln.» Die Wanderung ins Tösstal ist erstaunlich, gilt doch die Töss gemäss Wegmann auf weiten Abschnitten nicht als geeigneter Lebensraum. «Winterthur beispielsweise ist für Biber nicht einfach zu durchschwimmen, weil es in der Töss viele Wanderhindernisse wie grosse Betonschwellen hat. Diese muss der Biber an Land umgehen, was gerade bei stark befahrenen Strassen lebensbedrohlich ist», so Wegmann. Trotzdem hat es offenbar ein Tier so weit geschafft. Ob er ein stabiles Revier entwickeln kann, wird sich zeigen. Die Erschliessung neuer Gebiete ist für Biber in der dicht besiedelten Schweiz kein einfaches Unterfangen. In der Regel verlässt ein Jungtier nach zwei Jahren den elterlichen Bau. Er oder sie muss sich ein neues Revier und einen Geschlechtspartner suchen. Selbst wenn der Jungbiber einer Wasserstrasse folgen kann, würden neue Reviere bis zu 50 Kilometer entfernt liegen, so der Leiter der vor rund einem Jahr eröffneten Fachstelle. Mehr dazu lesen Sie im ZO/AvU vom Samstag, 21. November 2015.

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