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Eine Münze für Alt und Jung

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David
Marti

Grosse Freude beim Bund: Wir haben mit unserer Viertel-Franken-Goldmünze die kleinste Gedenkmünze der Welt! Übermütig warf Finanzminister Ueli Maurer das im Durchmesser drei Millimeter grosse Stück in seinem Büro in die Luft– und damit ins Nirwana. Nachdem das ganze Finanzdepartement eine Woche nach der Goldmünze gesucht hatte, schrieb man die knapp 200 Franken ab, die die eidgenössische Münzstätte Swissmint im Verkauf dafür verlangt. Physiker und NASA-Techniker vermuten, dass das 0,063 Gramm leichte Goldstück immer noch in Ueli Maurers Büro schwebt, andere sind überzeugt, dass es von Alain Berset eingeatmet wurde. Da half dem Gesundheitsminister nicht mal mehr seine Schutzmaske.

Auch die älteste Münze der Welt, die sich heute noch im Umlauf befindet, kommt aus der Schweiz. Es ist das 10-Rappenstück. Darüber freut sich das gesamte Schweizer Prekariat, leider haben nur wenige einen 10-Räppler zur Hand, um ihn in die Luft zu werfen.

Seit 1879 ist das Geldstück im Umlauf. Im selben Jahr wurde in der Schweiz die Todesstrafe über eine Volksabstimmung wieder erlaubt. Während die Schweizer erst nach Jahrzehnten darauf kamen, dass die Todesstrafe vielleicht doch nicht so eine gute Idee war, hält sich das 10-Rappenstück bis heute. Senioren, die der Todesstrafe entkommen sind, bezahlen mit mehreren Schubkarrenladungen 10-Räppler ihre Einbauküchen im Baumarkt.

Aber auch die Jugend hat ihren Spass an der Münze. Fröhlich lecken sie daran, um sich ein bisschen zu berauschen. Besonders Aufgeweckte schmecken noch die Bazillen und Warzenabsonderungen ehemaliger Bundesräte wie Hans-Peter Tschudi aus der Münze, bevor sie lächelnd ins Delirium fallen.

Damit die 25-Franken-Glatttaler-Gedenkmünze bei der Bevölkerung ähnlich beliebt wird, braucht es noch eine immense Preiserhöhung bei Einbauküchen und ein paar abgestandene Handpilze von –sagen wir mal – Karin Keller-Sutter.

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