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Von Kätzchen verfolgt

Uhr
Kevin
Weber

Als ich vor einigen Wochen händeringend auf der Suche nach einem Geschenk war, stiess ich über eine Werbeanzeige auf Instagram auf eine Website, die unter anderem Tassen mit witzigen Katzenmotiven bedruckt.

Da die beschenkte Person eine glühende Katzennarrin ist, war dies die optimale Geschenkidee. Welche Folgen ein Klick auf diese Anzeige haben würde, war mir damals noch nicht bekannt. Ich war nur erfreut, endlich das perfekte Geschenk gefunden zu haben.

Die Tasse war danach schnell designt und die Bestellung abgeschickt. Das Thema hatte sich damit für mich zügig wieder erledigt, zumal ich nicht der grösste Liebhaber dieser Tiere bin und zudem auch noch an einer Katzenallergie leide.

Ich habe die Rechnung jedoch ohne den Algorithmus dieser Anzeige gemacht – der mich seit besagter Bestellung verfolgt. Egal ob auf Facebook oder Instagram. Jedes mal wenn ich eine dieser beiden Apps öffne, springen mir wieder diverse neue Werbeanzeigen solch hipsterigen Katzenartikel entgegen.

Sei es in Form der gleichen Anzeige, der ich damals auf den Leim ging, die nun einfach mit einem Hunde–Motive auftrumpft oder sei es in Form von diversen personalisierten T–Shirts mit Katzenmotiven.

Katze mit Fischaugen? Solche Anzeigen verfolgen den Schreiber aktuell.

Der neuste Schrei ist ein Shirt, das mir jüngst angezeigt wurde. Dort gucken einen drei Katzen erwartungsvoll an, darüber steht von einem alten Sting–Song abgekupfert: «Every snack you make, every meal you bake, every bite you take, we’ll be watching you».

Dem geneigten Katzenfan würde hierbei wohl das Herz aufgehen. Mich machen die Viecher mittlerweile aber nur noch wahnsinnig. Zu allem Übel kam die Bestellung dann auch noch zu spät an – sie kam auf dem Seeweg aus Amerika. Die Beschenkte hatte dennoch Freude. Meine Katzenaversion hat sich indes eher verstärkt.

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