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Ferientipps für Corona-Skeptiker

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Léonie
Eggli

Zwar hört man sie zwischen den Anti-Rassismus- und Frauenrechts-Demos nicht mehr so gut, aber sie sind immer noch da: Menschen, die den Lockdown verfluchen, denen die Lockerungen nicht schnell genug gehen können, die allgemein gegen den übergriffigen Staat und einen in der Krise diktatorisch waltenden, machtgeilen Bundesrat sind. Diese Menschen engagieren sich seit Ausbruch der Krise für ihre Sache – und haben nun wahrlich auch mal eine Auszeit verdient. Hier die vier Top-Destinationen für die Sommerferien:

Brasilien: Im südamerikanischen Staat gibt es kaum einschränkende Corona-Massnahmen. Einheimische, die nicht an die Existenz des Coronavirus glauben, erhalten hier Rückendeckung von Präsident Jair Bolsonaro. Händeschütteln an einem Grossevent? Kein Problem. Sich über das hypochondre Verhalten und die restriktiven Massnahmen der Restwelt beschweren? Nur zu.

Gruinard Island: Auf der Insel vor der Nordwestküste Schottlands wurden einst Milzbrandbakterien als Kampfstoff getestet. Die Insel gilt heute als ungefährlich. Und selbst wenn da noch ein paar Erreger rumschwirren sollten: Wer die Corona-Pandemie mit einem Lächeln im Gesicht und einem Protestplakat in der Hand überstanden hat, fürchtet sich bestimmt nicht vor ein paar Bazillen.

Cookinseln: Wer es exotischer mag, reist in den Südpazifik. Da sich die Cookinseln als offiziell coronafreies Gebiet erklärt haben, ist das Virus hier kein Thema. Während an den Stränden Europas ein striktes Abstandsregime herrscht, dürfen Corona-Skeptiker frei von staatlicher Gängelung am Meer entspannen – sofern sie denn einreisen dürfen.

Rheda-Wiedenbrück: Das idyllische Städtchen im Osten Nordrhein-Westfalens bietet einen guten Ausblick auf den Tönnies-Schlachthof, in dem kürzlich Hunderte Mitarbeiter positiv auf ein Virus getestet wurden, das es gar nicht gibt. Dazu passt: Die Stadt Bielefeld, die es gemäss einer Verschwörungstheorie auch nicht gibt, liegt gleich in der Nähe.

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