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Die Adventskalender-Frage

Die Adventskalender-Frage

Uhr
(Foto: Pixabay/Counselling)
Lea
Chiapolini

Im Dezember weiss ich immer, welches Datum gerade ist. Das geht wohl vielen anderen genauso, die das Glück haben, mit Adventskalendern beschenkt zu werden. Ja ich bin eine enthusiastische Advents-Liebhaberin. Mein Christbaum ist ebenfalls schon gekauft und wartet darauf, frühzeitig geschmückt zu werden. Im Züriost-Selbsttest, welcher Weihnachtstyp man ist, war mein Ergebnis die «Klischee-Hilde». Und das stört mich überhaupt nicht. Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich sogar Weihnachtslieder.

Ach, Adventskalender, ich mache sie gerne, ich erhalte sie gerne. In diesem Jahr habe ich drei gebastelt und drei erhalten. Sie machen mir das Aufstehen am Morgen leichter, als kleiner Lichtblick in der jahreszeitbedingten Dunkelheit. Einer meiner Adventskalender hat sogar eine integrierte Lichterkette – wie toll ist das denn?!?

Doch es ist wie überall. Auch in Sachen Adventskalender gibt es harsche Kritiker. «Damit erzieht man Kinder noch stärker zu Gier und Habsucht» und «Die Kinder lernen gar nicht, sich auf etwas zu freuen», hiess es vor kurzer Zeit aus meinem Umfeld. «Früher hatten wir jeden Tag ein Türchen geöffnet und uns über den kleinen Hund oder den Schneemann dahinter gefreut, warum soll das plötzlich nicht mehr genug sein?» Alles Grinch-mässige Argumente sage ich.

Was halten Sie von Adventskalendern?

Ich habe selber einen und freue mich jeden Tag auf das nächste Päckli/Türli.
29%
Ich finde Adventskalender prinzipiell überflüssig. Pure Geldmacherei.
14%
Adventskalender sind etwas für Kinder.
Ich hätte gerne einen Kalender, doch niemand schenkt mir einen...
57%
Total votes: 7

Es geht mir gar nicht um «genug» oder nicht. Für mich ist die Adventszeit eine Zeit des Verwöhnens und Geniessens. Gerade meinem Gottikind darf ich doch ohne schlechtes Gewissen 24 kleine Geschenke machen. Ich bin schliesslich das Gotti, und das Gotti darf verwöhnen.

Ich sage nicht, dass alle Adventskalender aus Geschenken bestehen müssen. Im Gegenteil. Einer meiner Adventskalender besteht aus 24 lieben Botschaften. Die wärmen das Herz sogar noch mehr als manche gekauften Geschenke. Und genau das ist meine Einstellung gegenüber Adventskalendern: Sie sind kein Frühstart der weihnachtlichen Bescherung, sondern tägliche Erinnerungen an die Person, von der man den Kalender erhalten hat. Egal, was sich hinter dem Türchen oder im Päckchen befindet.  

Übrigens waren die Augen meines Gottikindes nicht auf die Tasche mit Päckli gerichtet, als ich den Kalender vorbei gebracht hatte und sie mir mit gestreckten Armen entgegenflog. Sondern auf mich. Das ist doch ein gutes Zeichen.

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