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Die Quäl-Eltern sollen 19½ und 15 Jahre ins Gefängnis. Illustration: Robert Honegger

Staatsanwältin will höhere Strafe – wegen eines Irrtums

Am zweiten Prozesstag gegen die Eltern, die ihre Kinder einsperrten und hungern liessen, stellte die Staatsanwältin einen unüblichen Antrag.

Die Quäl-Eltern sollen 19½ und 15 Jahre ins Gefängnis. Illustration: Robert Honegger

Veröffentlicht am: 01.12.2022 – 10.11 Uhr

Eigentlich ist es nicht zulässig, dass die Staatsanwaltschaft vor Obergericht höhere Strafen für die Beschuldigten verlangt als noch vor Bezirksgericht. Trotzdem tat Staatsanwältin Corinne Kauf am Mittwoch genau das.

Und zwar im Fall der Quäl-Eltern, die zwei ihrer Kinder ab dem achten und siebten Lebensjahr mehr als vier Jahre lang nachts und teils auch tagsüber im Keller einsperrten und hungern liessen

Sie fordert für den Vater neu eine Strafe von 19½ statt wie bisher 16 Jahren, für die Mutter 15 statt 13. Die Begründung ist genauso ungewöhnlich wie der Antrag selbst: Sie sei irrtümlich davon ausgegangen, dass die Maximalstrafe für das schwerste Delikt, qualifizierte Freiheitsberaubung, bei 15 Jahren liege, tatsächlich sind es aber 20. Nur deshalb habe sie vor Bezirksgericht eine tiefere Strafe gefordert.

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