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Wurde eine Sozialhilfebezügerin zur Abtreibung gedrängt?

Der Vorwurf war massiv, aber die Beweislage schwach: deshalb sprach das Bezirksgericht Uster eine Gemeindeangestellte frei. Die Frau war beschuldigt worden, eine Klientin des Sozialamtes indirekt zum Schwangerschaftsabbruch aufgefordert zu haben.

Ernst
Hilfiker
Ungewöhnliche Vorwürfe vor Gericht Uster
schwangere Frau
Sie sei wegen ihrer Schwangerschaft kritisiert und genötigt worden, behauptet eine Sozialhilfebezügerin aus der Region.
(Symbolfoto: Pixabay)

Der Fall, über den am Dienstag ein Einzelrichter am Bezirksgericht Uster entscheiden musste, ist heikel: einerseits wegen der darin erhobenen Beschuldigungen, andererseits weil es keine Beweise gibt – und weil die Sache vielleicht rein rechtlich schlicht unrelevant ist. Aus letzterem Grund stellte die Staatsanwaltschaft ein entsprechendes Strafverfahren denn auch ein, musste es nach einer Beschwerde aber wieder aufnehmen und die Sache nun zur Anklage bringen.