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Klima-Rebellen in Zürich

Polizei löst Vier-Frau-Blockade nach wenigen Minuten auf

Vier Aktivistinnen von «Extinction Rebellion» haben am Donnerstagnachmittag ein weiteres Mal eine Strasse in Zürich blockiert. Die Polizei trug die Frauen nach wenigen Minuten weg und löste die Blockade auf.

Agentur
sda
Donnerstag, 07. Oktober 2021, 18:44 Uhr Klima-Rebellen in Zürich

Drei der Frauen, die sich gegen 13.15 Uhr auf die Kreuzung Urania- und Bahnhofstrasse setzten, trugen Schilder, auf denen in verschiedenen Sprachen zu lesen war: «Verhaftet, weil ich mir Sorgen mache». Die Polizei hatte schon im Vorfeld zwischen dem Hauptbahnhof und der Kreuzung Präsenz markiert und dabei auch Personenkontrollen durchgeführt, wie ein Augenschein vor Ort zeigte.

Am Morgen hatte «Extinction Rebellion» mitgeteilt, ihnen sei das Material ausgegangen. Die Stadtpolizei Zürich habe in den vergangenen drei Tagen die meisten ihrer Transparente und auch das Holzgerüst für Strassenblockaden beschlagnahmt.

Am heutigen Donnerstag wird deshalb mehrheitlich neues Material hergestellt, wie die Aktivistinnen und Aktivisten ankündigten. Die Strassenblockade gab es deshalb nur noch in einer Mini-Version.

Am Montag und Dienstag hatten die Aktivistinnen und Aktivisten, die meisten aus der Westschweiz, jeweils mehrere Strassen in der Zürcher Innenstadt blockiert. Am Mittwoch liess die Stadtpolizei die Klimaschützer dann nicht mehr aus dem Hauptbahnhof in die Stadt. Damit wurde eine erneute Blockade verhindert.

Bis am Donnerstagabend waren alle der insgesamt 55 der Staatsanwaltschaft zugeführten Personen wieder auf freiem Fuss, wie die Kommunikationsstelle der Oberstaatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Die Aktivistinnen und Aktivisten würden im Verdacht stehen, sich durch ihre Aktionen vom Montag und vom Dienstag des Straftatbestandes der Nötigung schuldig gemacht zu haben. Ausserdem werde geprüft, ob weitere Straftatbestände vorliegen. Es gelte wie immer die Unschuldsvermutung.

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