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Schadenmeldungen im Minutentakt

Heftiger Gewittersturm – Feuerwehr im Dauereinsatz

Redaktion
Züriost
Dienstag, 13. Juli 2021, 07:45 Uhr Schadenmeldungen im Minutentakt

In der Nacht auf Dienstag hat eine grosse Gewitterzelle in der Region Schäden verursacht, die Einsatzkräfte standen im Dauereinsatz. Gemäss Schutz & Rettung Zürich machte sich die Unwetterfront um 1.30 Uhr bemerkbar und zog im Kanton Zürich von Westen in Richtung Nordosten.

Am stärksten von Schäden betroffen sind der Norden und Westen der Stadt Zürich sowie Teile von Winterthur im Raum Pfungen, Embrach und Seuzach. Starke Winde, begleitet von Regen und Hagel, sorgten dafür, dass zahlreiche Keller und Strassenzüge überflutetet wurden. Aufgrund umgestürzter Bäume und Starkstromleitungen sind zudem mehrere Strassen gesperrt. In einer Stunden gingen aus dem Kanton Zürich über 1000 Feuerwehrnotrufe ein.

«Sandsäcke buckeln» in Dübendorf

Die Feuerwehr Dübendorf-Wangen-Brüttisellen wurde kurz vor 2 Uhr erstmals alarmiert. In der Folge rückten 30 Feuerwehrleute aus, um umgestürzte Bäume von der Strasse zu entfernen und «Sandsäcke zu buckeln», wie die Organisation auf Twitter schreibt.

Gemäss Meteonews wurden in Wallisellen Windspitzen von 105 km/h gemessen. Mit 135 km/h wurde in Egolzwil (LU) der höchste Wert registriert. Dazu kommen schweizweit rund 9000 Blitze, örtlich fiel innerhalb von zehn Minuten bis 30 mm Regen.

Während die Verkehrsbetriebe für die Stadt Zürich am Morgen zahlreiche Störungen und Betriebsunterbrüche vermeldeten, kam es im Oberland und oberen Glattal laut ZVV und SBB nicht zu Unterbrüchen. ÖV-Reisende mussten aber auf verschiedenen Strecken mit Verspätungen zurechtkommen.

Mittlerweile ist ein grosser Teil des Tramnetzes in der Stadt Zürich wieder in Betrieb. Auch die meisten Buslinien verkehren wieder. Es sei trotzdem noch mit Ausfällen und Umleitungen zu rechnen, teilten die Verkehrsbetriebe Stadt Zürich (VBZ) mit.

Schadenmeldungen «im Minutentakt»

Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) rechnet nach dem heftigen Hagelsturm mit etwa 2000 Schadenfällen. Zusammen mit den Unwettern in der zweiten Junihälfte geht sie von einer voraussichtlichen Schadensumme von 40 Millionen Franken aus.

Aktuell liegen mehr als 300 Schadenmeldungen vor, wie die GVZ am Dienstag mitteilte. Weitere Meldungen kämen im Minutentakt herein. Sie betreffen insbesondere Sturmschäden und Schäden durch umgestürzte Bäume sowie überflutete Keller und Garagen. (tba/SDA)

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