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Big Brother in der Fahrerkabine

VZO überwachen ihre Chauffeure neu mit «Mini-Computern»

Um ihre Busfahrer auf eine ökologische Fahrweise zu trimmen, setzen die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland auf Überwachungstechnologie. Diese weiss auf den Meter genau, wo sich die Chauffeure befinden.

Andreas
Kurz
Dienstag, 05. Januar 2021, 19:28 Uhr Big Brother in der Fahrerkabine

Ganz stolz berichten die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) in einer Medienmitteilung von ihrer neusten Errungenschaft. In jeden ihrer hundert Busse hat das Unternehmen vergangenes Jahr einen «Mini-Computer» eingebaut. Wie es in der Mitteilung heisst, wüssten die Geräte jederzeit auf den Meter genau, wo sich der jeweilige Bus befinde, ob die Strasse auf- oder abwärts führt und in welchem Tempo gefahren werden dürfe.

Das Ziel dieser lückenlosen Überwachung ist gemäss VZO, den Dieselverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Anzeigegerät neben dem Lenkrad gebe dem Chauffeur oder der Chauffeuse mit unterschiedlich leuchtenden Symbolen Informationen über den aktuellen Fahrstil und warne beispielsweise bei einer zu starken Beschleunigung mit übermässigem Dieselverbrauch.

Auf Öko getrimmt

Bevor die neue Massnahme eingeführt wurde, hat der Busbetrieb das 460 Kilometer lange Streckennetz erfasst und vorgeschrieben, wie die Chauffeure die jeweiligen Streckenabschnitte zu befahren haben. «Die Geschwindigkeiten auf Geraden, in Kurven und Kreiseln, das Abbremsen und Beschleunigen an Haltestellen und Lichtsignalen wurde für jede Fahrstrecke akribisch festgelegt», schreibt das Unternehmen.

«Das Ziel dieser Vorgabe war, dass die Fahrerinnen und Fahrer ihr Gaspedal und Bremse stets korrekt einsetzen und sich an diese Vorgabe halten.» Um den Umgang mit dem Gerät zu üben, schickten die VZO die gesamte Belegschaft in ein Fahrtraining.

Permanente Nachverfolgung

Der Hersteller dieser Mini-Computer bietet auch eine Dienstleistung an, die das Fahrverhalten der einzelnen Chauffeure mit Rot, Gelb oder Grün klassifiziert und den Arbeitgeber darüber informiert. Damit weiss der Chef jederzeit über die individuellen «Scores», also die Punktestände, seiner Fahrer Bescheid und kann sie gegebenenfalls zum erneuten Fahrtraining verdonnern.

Solche Scoring-Apps nutzen die VZO zwar nicht, sagt Direktor Werner Trachsel auf Anfrage. Man könne die Fahrzeuge aber ohnehin bereits nachverfolgen. «Unsere Busse sind schon alle mit einem GPS-Gerät ausgerüstet und werden von der VZO-Leitstelle in Grüningen permanent getrackt.» Diese Daten würden dann weiter in das Fahrplanprogramm geschickt, damit die ÖV-Nutzer auf der Fahrplan-App allfällige Verspätungen ihres Busses in Echtzeit sehen können.

Weniger CO2-Ausstoss

Das neu installierte System erzielt offenbar die gewünschte Wirkung. Seit der Einführung im vergangenen Frühling hätten die VZO insgesamt rund sechs Prozent weniger Dieselöl verbraucht. Das entspreche etwa 210'000 Litern. Der CO2-Ausstoss reduziere sich damit um 560 Tonnen jährlich. Nebst der Umwelt profitiert aber auch das Unternehmen, und zwar finanziell: Der geringere Dieselverbrauch verringere die Kosten um jährlich rund 120'000 Franken.

Die sanftere Fahrweise spare gemäss den VZO jedoch nicht nur Diesel, sondern sei für die Fahrgäste auch angenehmer. Was die betroffenen Chauffeure von der zusätzlichen Überwachung an ihrem Arbeitsplatz halten, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor.

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Sehr geehrter Zürcher Oberländer. Es geht den VZO nicht um eine Überwachung unserer Chauffeure und Chauffeusen! Unser Fahrpersonal macht eine hervorragende Arbeit. Mit dem neuen System können wir Treibstoff sparen! Die Umwelt liegt uns am Herzen, genauso wie unsere Mitarbeitenden ebenso. Darum lautete der von uns geschriebene Titel der Medienmitteilung: «Mini-Computer» im Bus reduziert Dieselverbrauch um 6 Prozent“. Die wahre Geschichte ist auf vzo.ch zu lesen. So geht das!
Beste Grüsse
Joe Schmid, Vizedirektor der VZO

Liebes Zueriost Team
Immer wieder macht ihr Werbung für eure Bezahl-Artikel, "Unaufgeregte, Sachliche Berichterstattung".
Was wollt ihr aber nun mit solchen Blick-Titeln erreichen? Ich verstehe euer Konzept nicht.
Völlig reisserischer Titel der nun auf Klicks bedacht ist?
Das ein öffentlicher Verkehrsbus dieser Grösse auf den Meter genau getrackt wird, ist jetzt also wirklich GAR nichts neues und einfach nur so was von Normal! Bitte hört doch auf damit und konzentriert euch auf richtigen, sachlichen Journalismus!

Die Einsparung können nicht stimmen. Wie soll das denn genau berechnet werden? Zum Vorjahr? Da gab es kein Coronafahrplan! Man kann sich das auch richtig schön rechnen wenn man will. Das ist nicht die Wahrheit.

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