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Strafbare Panne

Mitten im Aatal geht plötzlich das Benzin aus

Redaktion
Züriost
Dienstag, 13. Oktober 2020, 16:15 Uhr Strafbare Panne
Für einmal war es kein Unfall, der sich auf der Aathalstrasse erreignete.
Screenshot: Google Maps

Kurz nach 15 Uhr ging bei der Kantonspolizei Zürich eine Meldung ein, dass sich auf der Aathalstrasse kurz vor Uster ein Zwischenfall ereignet habe. Für einmal war es allerdings kein Unfall. Einem Auto ging plötzlich das Benzin aus. Die Person am Lenkrad habe aber in der Folge richtig reagiert und sei auf die Seite rausgefahren, heisst es bei der Kantonspolizei. Abgeschleppt werde das Fahrzeug nicht, neuer Kraftstoff sei bereits organisiert.

Pikant an der Sache: Für die «Panne» macht sich der Lenker oder die Lenkerin auch noch strafbar. In einem Urteil von 2010 hielt das Bundesgericht fest, dass es zur Unterhaltspflicht eines Fahrzeuglenkers gehört, für genügend Benzin im Tank besorgt zu sein. Die angezeigte Person hatte damals einen Stillstand mitten auf der Autobahn und sorgte für einen massiven Stau. Letztlich erhielt sie eine Busse von 300 Franken.

Der Fall im Aatal wäre womöglich zu verhindern gewesen, gäbe es eine Tankstelle im Aatal. Die Arealentwicklerin Hiag hatte anstelle des einstigen Restaurants Alcatraz ursprünglich eine solche geplant, doch die Seegräbner Gemeindeversammlung machte den Plänen vor gut drei Jahren den Garaus. (fbe/kö)

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