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Vier Schritte bei der Hilfe

Hunde-Hitze: So reagieren Sie im Notfall effizient

Im Auto eingeschlossenen Hunden droht bei den aktuelllen Temperaturen der Hitzetod. So handeln Sie auch im rechtlichen Sinn richtig.

Mirja
Keller
Samstag, 01. August 2020, 18:20 Uhr Vier Schritte bei der Hilfe

In manchen Situationen ist Gewalt durchaus angebracht: Etwa, wenn man einen im Auto eingeschlossenen Hund vorfindet. In den kommenden Tagen dürfte das Thermometer stellenweise an der 34 Grad-Marke kratzen. Wer dann einen Hund vor dem Hitzetod retten muss, darf auch eine Autoscheibe einschlagen.

Hunde, die über Hecheln und über ihre Pfoten abkühlen, reagieren besonders sensibel auf zunehmende Lufttemperaturen. Bereits ab 20 Grad Celsius kann ein Tier, das über längere Zeit in einem Auto festgehalten wird, alarmierende Symptome zeigen.

Anzeichen sind verstärktes Hecheln, unübliches Herumspringen im Fahrzeug, lautes Jaulen oder Winseln. Aber auch gegenteilige Reaktionen wie Mattheit, Apathie und Bewusstlosigkeit können auftreten. In diesen Fällen ist schnelles Handeln gefordert.

Was tun:

  1. Besitzer suchen
  2. Sofern nicht auffindbar, Polizei alarmieren unter 117
  3. Bei dringenden Notfällen: Scheibe einschlagen
  4. Hund in den Schatten legen, mit nassen Tüchern kühlen, Mundhöhle mit kaltem Wasser benetzen

Allgemein empfiehlt es sich, die eigene Handlung zu dokumentieren und bildlich festzuhalten. Insbesondere, wenn eine Scheibe eingeschlagen werden musste. Der Grund: Nicht alle Eigentümer reagieren erfreut, selbst wenn es bedeutet, dass damit ihr Tier gerettet werden konnte. Mit den Protokollen lässt sich unter Umständen eine Schadenersatzforderung abwenden.

Auch kann bildliches Beweismaterial der Polizei beim Erstellen des Rapports dienen. Mediensprecherin Carmen Surber: «Unter Umständen haben fehlbare Tierbesitzer mit einer Anzeige wegen Tierquälerei zu rechnen.»

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