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Verfolgungsjagd im Aatal

Lieferwagen-Amok sorgt für Stau und Verletzte

Redaktion
Züriost
Freitag, 10. Juli 2020, 16:28 Uhr Verfolgungsjagd im Aatal

Am frühen Freitagabend hat die Kantonspolizei einen Lieferwagenlenker verhaftet, welcher zuvor mehrere Kollisionen verursacht hat. Bei den Verkehrsunfällen sind drei Personen verletzt worden.

Gegen 15.30 Uhr meldete ein Autofahrer, dass ihm ein Lenker eines Lieferwagens aufgefallen sei, welcher rücksichtslos und verkehrsregelwidrig auf der Rosengartenstrasse, stadtauswärts unterwegs sei. Dies wurde sofort an mehrere Polizeipatrouillen gemeldet, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

Kurz darauf ging die Meldung ein, dass sich auf der A1, Höhe Glattzentrum eine Kollision mit einem Lieferwagen ereignet hatte und der fehlbare Lenker in der Zwischenzeit auf die Oberlandautobahn gefahren sei. Beim Lichtsignal der Einmündung Aathalstrasse in Uster fuhr das Fahrzeug einem stehenden Personenwagen ins Heck.

Polizei wartete auf Delinquent

In der Zwischenzeit hatte sich an dieser Örtlichkeit eine Patrouille der Kantonspolizei positioniert, welche den Lenker des Lieferwagens kontrollieren wollte. Dieser hielt kurz an, setzte seine Fahrt daraufhin mit dem stark beschädigten Fahrzeug auf der Aathalstrasse Richtung Wetzikon fort.

Die Patrouille folgte diesem inzwischen mit eingeschalteten Sondersignalen und versuchte das Fahrzeug anzuhalten. Der Lieferwagenlenker missachtete die Aufforderung zum Anhalten weiterhin und überholte mehrmals andere Verkehrsteilnehmer trotz Gegenverkehr und mit teilweise überhöhter Geschwindigkeit.

Sirenen und Polizeiwagen: Szenen vom Freitagabend im Aatal (Video: Leserreporter 20 Minuten).

Kurz vor dem Ortseingang Aathal kam es zu einer Kollision mit drei Fahrzeugen, bevor der Lieferwagen schliesslich zum Stillstand kam. Der Lenker verliess das Fahrzeug und versuchte zu flüchten. Er konnte nach wenigen Metern durch Polizisten der Kantonspolizei Zürich festgenommen werden.

Ohne Führerausweis unterwegs

Bei den Kollisionen verletzten sich drei Personen leicht bis mittelschwer. Sie wurden mit Rettungsfahrzeugen ins Spital gebracht.

Beim fehlbaren Lenker handelt es sich um einen 30-jährigen Schweizer. Bei ihm wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Der Mann war ohne gültigen Führerausweis unterwegs.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kantonspolizei Zürich in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft See/Oberland geführt.

Wegen des Unfalls musste die Aathalstrasse von 16.00 bis 20.30 Uhr komplett gesperrt werden. Es kam zu grossen Verkehrsbehinderungen auf der A15 sowie im Raum Zürcher Oberland.

Neben der Kantonspolizei Zürich standen die Stadtpolizei Uster und Wetzikon, zwei Ambulanzteams von Regio 144, die Feuerwehren Pfäffikon, Uster, Volketswil und Wetzikon-Seegräben im Einsatz. Ebenso waren Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich vor Ort. 

Zeugenaufruf: Personen, die Angaben zur Fahrweise des Lenkers eines silberfarbenen Renault Traffic machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Verkehrszug Hinwil, 044 938 85 00, in Verbindung zu setzen.

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