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«Gasflasche explodiert» – Camper brennt in Rüti aus

Meterhohe Flammen

«Gasflasche explodiert» – Camper brennt in Rüti aus

Im Rütner Quartier Drei Eichen kommt es am Mittwochmorgen zu einem grösseren Brand. Dabei brennen ein Wohnwagen, eine Tujahecke und ein Gartenhaus nieder. Aber das ist nicht alles.

David
Kilchör
Mittwoch, 20. Mai 2020, 10:34 Uhr Meterhohe Flammen

Kurz nach 10 Uhr bricht im Rütner Einfamilienhausquartier Drei Eichen ein Feuer aus. Anwohner berichten, dass zunächst eine trockene Thujahecke in Flammen aufgehe. Danach gehe der Brand innert kürzester Zeit auf den Wohnwagen auf demselben Grundstück sowie auf das benachbarte Gartenhaus über.

Ein Leserreporter hat den Feuerwehreinsatz vor Ort mit einem Handyvideo festgehalten. (Video: Leserreporter)

«Weil die Hecke so trocken war, ging es unglaublich schnell, bis sie in Vollbrand stand», erzählt eine Anwohnerin. Und als das Feuer auf den nahen Camper schwappte, sei es auch noch zu einer Explosion gekommen. «Das muss eine Gasflasche gewesen sein.» Ein anderer Anwohner spricht gar von drei Explosionen.

Feuerwehrkommandant Thomas Scheidegger sagt, es habe in der Tat dreimal geknallt. Zunächst seien das aber zwei Reifen des Campers gewesen. Danach sei die Verbundstoff-Gasflasche explodiert - das sei der lauteste Knall gewesen.

Schwierige Situation wegen enger Strasse

Nachdem sich das Feuer innert Minuten auch auf das benachbarte Gartenhaus ausbreitet, kommt die Feuerwehr an. Da die Strassenverhältnisse etwas eng sind, greift sie auf eine mobile Schlauchlösung zurück, wie Scheidegger sagt.

Die Feuerwehr verhindert zunächst eine weitere Ausbreitung auf die nahen Gebäude und widmet sich schliesslich dem Brandherd. «Zum Glück wehte der Wind Richtung Strasse», sagt die Anwohnerin. Sonst ginge vermutlich innert Kürze auch der Wintergarten des Brandgrundstücks in Flammen auf - und dann wäre das Haus wohl nicht mehr zu retten.

Ein Auto gerettet

Dieses kommt indes nicht ganz schadlos davon. Mehrere Scheiben an Haus und Wintergarten zerbersten wegen der Hitze. Doch die Feuerwehr bekommt den Brand rasch unter Kontrolle und kann das Feuer in relativ kurzer Zeit löschen.

Das Auto wurde in Mitleidenschaft gezogen. (Foto: Seraina Boner)

Ein Anwohner berichtet, das zunächst direkt an der brennenden Hecke geparkte Auto sei ebenfalls beschädigt. Wagemutig wirft er sich nach Ausbruch des Feuers in den Wagen und parkiert ihn weg. Dass die Hitze des Brandherdes dabei bereits den Kofferraumdeckel aufgeworfen und an der Aussenseite Teile verschmort hat, kümmert ihn in dem Moment nicht. «Fünf Minuten später und das Auto wäre verloren gewesen», sagt er.

Allerdings hat er gleich doppelt Glück im Unglück: Sein eigener Wagen steht in der Garage zum Service. Der beschädigte ist lediglich der Ersatzwagen und gehört der Garage. «Sie wird den Schaden nun beziffern müssen», sagt der Mann.

Unkrautbrenner stand wohl am Anfang

Die Kantonspolizei Zürich spricht in einer Medienmitteilung von einem gesamten Sachschaden von mehreren zehntausend Franken, aber ohne Verletzte. Sie teilt mit, dass der Brand ausbrach, nachdem ein Mann kurz nach 10 Uhr mit einem Unkrautbrenner Unkraut zu entfernen versuchte. Die Gründe, weshalb die Thuja-Hecke daraufhin Feuer gefangen habe, seien indes noch unklar.

Jedenfalls bestätigt sie, dass die Flammen gleichenorts anschliessend auf den parkierten Wohnwagen übergriffen und sowohl den Schopf, als auch die Fassade des nahen Wohnhauses beschädigten. Zwar hätten die Feuerwehrleute den Brand umgehend gelöscht, dennoch sei am Wohnwagen Totalschaden entstanden.

Die Polizei werde nun die genaue Brandursache ermitteln. Im Einsatz seien nebst der Kantonspolizei die Feuerwehren Rüti und Dürnten mit 20 respektive 18 Einsatzkräften gestanden, dazu die Kommunalpolizei Rüti und vorsorglich ein Rettungswagen von Regio 144. Laut Feuerwehrkommandant Scheidegger dauerte der gesamte Einsatz rund drei Stunden.

Bei den Flammen brannte es, bei den Rauchwolken gab es Hitzeschäden.

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