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Leichter Rückgang bei Straftaten in der Region

Polizeiliche Kriminalstastitik 2019

Leichter Rückgang bei Straftaten in der Region

Die Kriminalität im Zürcher Oberland ist zurückgegangen. Insgesamt zwar nur um den Hauch von 0,5 Prozent, bei den Vermögensdelikten und Einbrüchen jedoch deutlicher.

Ernst
Hilfiker
Montag, 23. März 2020, 10:36 Uhr Polizeiliche Kriminalstastitik 2019
Die Zahl der Einbruchdiebstähle ging im vergangenen Jahr in fast allen Oberländer Gemeinden zurück.
(Symbolfoto: Kantonspolizei St. Gallen)

«Die Polizeien im Kanton Zürich haben ganz ausgezeichnete Arbeit geleistet.» Das Lob, das Regierungsrat Mario Fehr am Montagmorgen an einer Medienkonferenz zur Präsentation der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2019 des Kantons Zürich aussprach, zeigt sich auch in Zahlen: 1,8 Prozent weniger Straftaten gegenüber dem Vorjahr wurden 2019 erfasst.

Über 12‘000 Taten in der Region

Ein Rückgang, der ebenso auf nationaler Ebene wie im Zürcher Oberland festzustellen ist. So weist die PKS für die Bezirke Uster, Pfäffikon und Hinwil total 12‘453 Straftaten aus. Das sind 60 oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr, obwohl sich im Bezirk Hinwil eine kleine, vermutlich auf normale statische Schwankungen zurückzuführende Zunahme von 3,6 Prozent ergab. Mit 6470 am meisten Taten ereigneten sich wie üblich im dichtbevölkerten Bezirk Uster, gefolgt vom Bezirk Hinwil (3950) und dem Bezirk Pfäffikon (2033).

Jeden Tag Einbrecher unterwegs

Der allgemeine Rückgang macht sich vor allem in der zahlenmässig mit Abstand grössten Statistikgruppe bemerkbar, bei den Vermögensdelikten. Dazu zählen unter anderem alle Arten von Diebstählen und Betrügereien. Hier glänzt der Bezirk Pfäffikon mit einer Abnahme von über 13 Prozent.

«Vermehrte Aggressionen im Ausgang»
Kantonspolizei Zürich zu den Gründen zunehmender Streitereien

Doch obwohl es in fast allen Oberländer Gemeinden weniger Einbrüche gab, ereigneten sich in den drei Bezirken immer noch 886 solcher Taten. Das heisst, pro Tag schlugen Einbrecher im Schnitt zwei bis drei Mal zu.

31 schwere Körperverletzungen

Jeder Einbruch hinterlässt bei den Betroffenen zwar Spuren, viel gravierender sind jedoch die Folgen der Delikte gegen Leib und Leben. Hier gab es eine Zunahme von 69. Diese ist vor allem zurückzuführen auf vermehrte handfeste, aber noch leichte  Auseinandersetzungen. Die Gründe für diese Streitereien seien vielfältig, heisst es bei der Kantonspolizei Zürich: «Vermehrte Aggressionen und gewalttätige Auseinandersetzungen im Ausgang gehören ebenso dazu, wie mehr Anzeigen im Kontext häuslicher Gewalt ».

Es kam zu acht versuchten und einem vollendeten Tötungsdelikt. Bei dieser Tötung war im Februar in Dübendorf eine 29-jährige Frau umgebracht worden.

In den drei Bezirken wurden zudem 211 Menschen Opfer einer Körperverletzung. 31 der Personen erlitten dabei schwerwiegende körperliche Schäden.

Verbotene Pornos auf dem Handy

Ein Thema, das immer viele Emotionen auslöst, sind auch die Sexualstraftaten. Schaut man die entsprechenden Angaben fürs Oberland an, erschrickt man zuerst über prozentual hohe Zunahmen. Auf den zweiten Blick zeigt sich dann aber, dass für die höheren Zahlen primär die Anzeigen wegen Pornografie verantwortlich sind. 140 Oberländer, darunter viele junge Leute, wurden in der PKS erfasst, weil sie sich – vorwiegend auf digitalem Weg – verbotenen Arten der Pornografie gewidmet hatten.

 

 

 

 

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