×

Falsche Polizisten helfen bei der Geldüberweisung

Erneuter Betrug im Bezirk Hinwil

Falsche Polizisten helfen bei der Geldüberweisung

Telefonbetrüger haben im Bezirk Hinwil eine Rentnerin telefonisch um mehrere zehntausend Franken betrogen. Bei einem zweiten Versuch wollten sie das Opfer um einen Betrag von über hunderttausend Euro erleichtern. Die Polizei ermittelt.

Tina
Schöni
Donnerstag, 06. Februar 2020, 13:25 Uhr Erneuter Betrug im Bezirk Hinwil
Eine Rentnerin aus dem Bezirk Hinwil wurde Opfer eines Telefonbetrugs.
Sabine van Erp/pixabay

Falsche Polizisten meldeten sich am Freitagnachmittag, 31. Januar, offenbar telefonisch bei einer 70-jährigen Rentnerin aus dem Bezirk Hinwil. Unter starkem psychischen Druck haben sie die Frau überzeugt, ihnen 30‘000 Franken zu übergeben. Für die Geldübergabe wurde das Opfer ins nahe Ausland gelotst, wo sie dieses deponieren musste.

Am folgenden Samstag sei die Rentnerin erneut von den falschen Polizisten kontaktiert worden. Über mehrere Tage hinweg und unter Aufrechterhaltung von grossem Druck sei es den Betrügern gelungen, die Frau von einer weiteren Geldübergabe zu überzeugen. Mittels Videotelefonie halfen die Betrüger der Rentnerin, Geld von verschiedenen Konten auf eines zu übertragen und schliesslich eine Überweisung in der Höhe von 140‘000 Euro in die Türkei zu tätigen.

Der hohe Geldbetrag sowie der Zahlungsempfänger liessen das mit der Überweisung beauftrage Finanzinstitut jedoch skeptisch werden. Gemäss Kantonspolizei rieten sie der Rentnerin, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen. Die Kantonspolizei Zürich hat die Ermittlungen aufgenommen. Über die Täter ist bis anhin jedoch noch nichts bekannt.

Ähnlicher Fall in Wald

Im Januar ereignete sich ein ähnlicher Vorfall im Bezirk Hinwil. Falsche Polizisten brachten damals eine Walderin dazu 57‘000 Franken von ihren Sparkonti abzuheben. Zu einer Geldübergabe kam es nicht. Die Polizei hat den Betrugsversuch im letzten Moment verhindern können.

Präventionshinweis:

Die Kantonspolizei Zürich empfiehlt, am Telefon nie Auskunft über die eigenen finanziellen Verhältnisse zu geben. Werden Sie nach Ihren finanziellen Verhältnissen gefragt, beenden Sie das Telefongespräch indem Sie die Verbindung komplett trennen.
• Die Erfahrung der Kantonspolizei Zürich zeige, dass sehr viele clevere und bodenständige Personen getäuscht werden – die Betrüger bauen innerhalb kurzer Zeit grossen psychischen Druck auf und lösen ein Gefühl der Verpflichtung zur Hilfeleistung aus. Sie warnt davor, die Macht der Situation niemals zu unterschätzen. (red)

Kommentar schreiben

Kommentar senden