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Immer mehr Meldungen über Sturmschäden

Sturm Petra hat gewütet

Immer mehr Meldungen über Sturmschäden

Sturm Petra hat im Oberland deutliche Spuren hinterlassen – viel Arbeit für Feuerwehr und Forstdienste. Dennoch scheint man in der Region mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Meldungen über Verletzte gibt es keine.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 04. Februar 2020, 16:32 Uhr Sturm Petra hat gewütet

Nach und nach zeigen sich die Sturmschäden, die «Petra» in der Nacht auf Dienstag verursacht hat. Die Schloss-Eisbahn in Grüningen etwa musste am Dienstag geschlossen bleiben, wie die Betreiber auf Facebook mitteilten.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Gossau sind drei Strecken gesperrt. Zwischen Bertschikon und Grüt ist im Altenbergwald eine kleinere Fichte auf die Strasse geworfen worden.

«Mit blauem Augen davongekommen»

Laut dem zuständigen Förster und dem Werkdienst sind auch die Strassen in der Fuchsrüti und im Sennwald bei Herschmettlen gesperrt. Weil bis in die Morgenstunden starke Böen geblasen haben, hat der Gossauer Forstdienst aus Sicherheitsgründen mit der Räumung der Strassen zugewartet. Die eigenen Leute sollen nicht gefährdet werden. Der Forstdienst will nach eigenen Angaben aber möglichst bald mit der Arbeit beginnen. 

Die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben hatte keine ruhige Nacht.

Die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben meldet: «Sturm Petra liess diverse Bäume umstürzen. Wir stehen an diversen Orten im Einsatz. Die Strasse zwischen Aathal und Seegräben ist blockiert. Der Fussweg ist begehbar.» Gemäss Revierförster Stefan Burch gebe es «etliche Streuschäden» zu beklagen. Besonders stark betroffen seien die von Borkenkäfern geschädigten Waldbestände. Viele instabile, geschwächte Bäume – speziell Eschen  seien umgefallen. Burch: «Insgesamt ist die Lage jedoch kontrollierbar. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.»

In Dübendorf waren die Gockhauserstrasse und die Untere Geerenstrasse in der Nacht wegen umgestürzter Bäume während mehrerer Stunden gesperrt, wie die Feuerwehr Dübendorf-Wangen-Brüttisellen auf Twitter mitteilt. Mittlerweile sind die Strassen wieder normal befahrbar.

Die Feuerwehr Uster schreibt auf Facebook von einer «chaotischen Nacht». Die Stützpunktfeuerwehr Uster musste an rund zehn Einsätze ausrücken, da umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste teilweise die Strassen blockierten.

Die Stützpunktfeuerwehr Uster rückte rund zehn Mal aus.
Sturmschäden zwischen Grüt und Bertschikon. (Foto: Christian Brändli)
«​​​​​​Petra»​​​​​​​ hat diesen Hochstämmer bei der kath. Kirche St. Franziskus in Wetzikon gefällt. (Foto: Lea Chiapolini)

Auch die Feuerwehr Rüti rückte zu diversen Unwettereinsätzen aus. Um kurz nach halb 4 Uhr in der Nacht wurde der Unwetteralarm ausgelöst, wodurch das Depot der Feuerwehr Rüti durchgehend besetzt ist. Neben einem umgestürzten Baum an der Neuhusstrasse, der auf die Strasse fiel, wurde ebenfalls ein Baum an der Steinstrasse beseitigt, welcher auf ein Hausdach gefallen war. Die Bäume wurden zerteilt und auf die Seite geräumt. Um kurz vor 6 Uhr wurde der Unwettermodus beendet.

Andere Regionen stärker betroffen

Im Kanton selbst gingen aber mehr als 200 Feuerwehr-Notrufe ein. Die Notruf-Zentrale musste deshalb um 20 Personen aufgestockt werden, meldet «polizei-schweiz.ch». Wesentlich stärker als den Kanton Zürich traf es aber die Stadt und den Kanton Bern. Hier stürzten vereinzelt Bäume beziehungsweise Äste auf Strassen. Die Feuerwehren seien derzeit daran, die Fahrbahnen wieder freizuräumen, so die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern.

Meteocentrale.ch meldet Windstpitzen von bis 150 km/h auf dem Hörnli.

In der Stadt selbst seien sieben solcher Fälle bekannt, hiess es weiter. Im Kanton gehen die Sicherheitsbehörden von 14 Bäumen oder Ästen auf Strassen aus. Zu grösseren sei es nach aktuellem Stand allerdings nicht gekommen.

Auch andere Teile der Schweiz sind von starken Winden betroffen. So meldet das Railinformationssystem der SBB, dass der Bahnverkehr in den Grossräumen Zentralschweiz und der Ostschweiz nur eingeschränkt möglich sei. Laut den Angaben muss mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden.

Dieser Twitter-User hat seinen Humor nicht verloren. (Screenshot: Twitter)

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