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Wetziker Feuerwehr rettet herrenloses Kätzchen von Baum

Wer zahlt für diesen Einsatz?

Wetziker Feuerwehr rettet herrenloses Kätzchen von Baum

Eine Katze, gefangen auf einem Baum, sorgte für Diskussionen auf Facebook. Am Sonntag rettete die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben das Tier. Anscheinend ist es seit dem Vortag dort oben gewesen.

Jasmina
Henggeler
Montag, 26. August 2019, 12:38 Uhr Wer zahlt für diesen Einsatz?

Die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben hat am Sonntag eine Katze von einem Baum an der Stationsstrasse in Wetzikon gerettet.

Wie Kommandant René Ehrenmann mitteilt, ging der Anruf am Sonntagnachmittag um 15 Uhr bei der Zentrale ein. «Die Katze war seit dem Vortag auf dem Baum gefangen.» Warum sie auf den Baum geklettert sei, wisse er nicht.

«Wir konnten die Katze problemlos retten», sagt Ehrenmann. Normalerweise verteidige sich eine gerettete Katze mit den Krallen, und die Feuerwehr muss sich mit Helm und Handschuhen schützen – anders als am Sonntag. Das Tier sei sichtlich froh gewesen um die Rettung, denn «es war sehr zutraulich». Die Feuerwehr liess es anschliessend frei. Ein Besitzer konnte nicht ausfindig gemacht werden.

Wer trägt die Kosten?

Auf Facebook sorgte die Rettung für Diskussionsstoff: Eine Nutzerin schrieb, dass die Feuerwehr lediglich dann ausrücke, wenn der Besitzer die Kosten selber trage. «Das stimmt so nicht», sagt Ehrenmann. «Vor ein paar Jahren hat der damalige Sicherheitsvorstand beschlossen, in Wetzikon keine Kosten für Tierrettungen zu verrechnen, sofern ein Einsatz durch die Feuerwehr angebracht ist.» Da die Katze am Sonntagnachmittag bereits längere Zeit auf dem Baum gefangen gewesen sei, waren die Massnahmen der Feuerwehr angebracht.

Die Nutzerin schrieb weiter, dass sie selber mit einer Leiter das Tier zu retten versucht hätte. Laut Ehrenmann habe diese Art von Rettung aber den gegenteiligen Effekt: «Wenn man eine Katze von unten her versucht zu retten, flieht sie weiter nach oben.» Mit dem Hubretter gelange die Feuerwehr hingegen von oben her an das Tier.

Zwei- bis dreimal jährlich rette die Feuerwehr laut Ehrenmann Katzen von Bäumen und aus Kippfenstern. Und egal zu welcher Tages- und Nachtzeit: «Rettung kommt immer.»

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