×

Wie kam es zur Unfallserie in Illnau-Effretikon?

Internet-Community rätselt

Wie kam es zur Unfallserie in Illnau-Effretikon?

Anwohner rätseln in den sozialen Medien, weshalb es in Illnau-Effretikon immer wieder zu schweren Unfällen im Strassenverkehr kommt. Sorge bereiten etwa Linienbusse, die in 30er Zonen zu schnell unterwegs sein sollen. Die Stadtpolizei Illnau-Effretikon relativiert.

Mirja
Keller
Montag, 24. Juni 2019, 16:55 Uhr Internet-Community rätselt

Am Wochenende kam es in Illnau-Effretikon gleich zu zwei Personenunfällen im Strassenverkehr. Am Freitagabend hat ein sechsjähriges Mädchen schwere Verletzungen, nachdem es mit einem Linienbus der Verkehrsbetriebe Glattal, der im Effretiker Vogelbuckquartier unterwegs war, kollidierte. Am Samstagnachmittag kam es zu einem weiteren Unfall, als eine Limousine auf der Rikonerstrasse in Effretikon vom Weg abkam und eine 45-jährige Fussgängerin erfasste.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, die teils schwere Folgen für die Beteiligten haben, mehren sich in Illnau-Effretikon. So kam es auch im Mai zu zwei schweren Unfällen mit Velofahrern und im März und April sorgte eine Kollision und ein sich überschlagendes Auto auf der Kempttalstrasse für Aufsehen. Mittlerweile sind die zahlreichen Unfälle im Raum Illnau-Effretikon auch Thema in den sozialen Medien. So wird etwa in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Effretike, wenn…» über die auffällige Häufung gerätselt.

Während die einen Autolenker am Handy für die Unfälle verantwortlich machen, vermuten andere Geschwindigkeitsübertritte als Ursache für die Kollisionen. Ein Nutzer schreibt etwa von rasenden Bussen in 30er Zonen: «Der Ortsbus ist regelmässig schneller als 30 Kilometer pro Stunde in den Quartieren unterwegs. Diese Raser müssten mal gestoppt werden.»

Das sagt die Stadtpolizei Illnau-Effretikon

Wie eine Anfrage bei der Stadtpolizei Illnau-Effretikon zeigt, ist es in den letzten Jahren nie zu Verzeigungen von öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen. «Aber natürlich kommt es vor, dass hin und wieder ein Bus zu schnell unterwegs ist», so Polizeichef Cornell Signer. Meist blieben die Übertretungen aber im Rahmen. «Wir verteilen selten mehr als 40-Franken-Bussen.»

 

Dass sich Linienbusse in 30er Zonen regelmässig zu schnell bewegen würden, kann der Chef der Stadtpolizei nicht bestätigen. Auf Hinweise der Bevölkerung führe die Stadtpolizei jedoch konsequent ausserordentliche Verkehrskontrollen durch, die sie auch in 30er Zonen wie dem Vogelbuck-Quartier vornehmen. Signer will nicht ausschliessen, dass die Stadtpolizei in Kürze Laser-Kontrollen in der Gegend ausführen wird. Weitere Messstationen befänden sich bereits an der Brüttenerstrasse und an der Dorfstrasse.

Kommentar schreiben

Kommentar senden