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Patientin springt aus dem dritten Stock und stirbt

Spital Uster

Patientin springt aus dem dritten Stock und stirbt

Im Spital Uster hat eine 80-jährige Frau Suizid begangen. Der tragische Vorfall wird nun untersucht.

Redaktion
Züriost
Freitag, 05. April 2019, 18:24 Uhr Spital Uster
Nach einem Suizid im Spital Uster wird die Frage nach den Sicherheitsvorkehrungen aufgeworfen.
Foto: Archiv Züriost

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit wegen eines Todesfalls im Spital Uster. Wie Tele Züri berichtet, habe sich eine depressive Patientin aus dem dritten Stock gestürzt. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag gegen 9 Uhr. Die 80-Jährige war am Dienstag mit depressiven Störungen ins Spital eingeliefert worden.

«Wir sind sehr betroffen», sagt Spitaldirektor Andreas Mühlemann gegenüber Tele Züri. Werde eine suizidgefährdete Person eingeliefert, werde ein Notfallpsychiater herbeigezogen. Dieser entscheidet, ob die Person im Spital bleiben darf oder in eine Psychiatrie eingeliefert werden muss.

«Es sieht so aus, als ob ein Wechsel in eine Psychiatrie nicht angezeigt war.»

Andreas Mühlemann, Direktor Spital Uster

Mühlemann erklärt: «Momentan laufen noch Abklärungen, aber es sieht so aus, als ob ein Wechsel in eine Psychiatrie nicht angezeigt war.»  Dem Spital Uster sei es ein Anliegen, dass der Vorfall genau analysiert werde. «Korrekturmassnahmen würden getroffen, sofern Fehler passiert seien. Ich gehe aber davon aus, dass das nicht der Fall war.»

Kippfenster in Wetzikon

Während es den Patienten im Spital Uster möglich ist, die Fenster zu öffnen, können sie im Spital Wetzikon gemäss Tele Züri nur gekippt werden. Im Bettenhaus des Triemli wurden robuste Netze angebracht.  (mig)

 

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch) – die Beratenden der Dargebotenen Hand sind erfahren darin, auch Menschen mit drängenden Suizidgedanken weiterzuhelfen.

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch) – das Beratungstelefon für Kinder und Jugendliche von Pro Juventute ist vertraulich, kostenlos und hilft in Krisen weiter. Die Nummer erscheint nicht in der Telefonrechnung.

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