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Leichte Zunahme von Straftaten im Zürcher Oberland

Kriminalstatistik 2018

Leichte Zunahme von Straftaten im Zürcher Oberland

Die Zahl von der Polizei erfasster Straftaten im Zürcher Oberland ist im vergangenen Jahr minim gestiegen. Eine grössere Zunahme ist jedoch im Bezirk Uster zu verzeichnen, wo viele Diebstähle zu Buche schlugen.

Ernst
Hilfiker
Montag, 25. März 2019, 13:44 Uhr Kriminalstatistik 2018
Auch 2018 gab es im Oberland grösserere Einbrüche, wo Spuren gesichert werden mussten. (Symbolbild: Kantonspolizei Zürich)

«Insgesamt habe ich eine gute Botschaft: Die Kriminalitätsbelastung ist auch 2018 stabil geblieben.» Was Christiane Lentjes Meili, Chefin der Kriminalpolizei der Kantonspolizei Zürich, am Montag an einer Medienkonferenz bekanntgab, bedeutet in Zahlen ausgedrückt 104‘031. Soviele Taten sind in der polizeilichen Kriminalstatistik 2018 des Kantons erfasst. Eine Zahl, die einer leichten Zunahme von 2,3 Prozent gegenüber 2017 darstellt.

Ruhiger Bezirk Pfäffikon

Diese kleine Zunahme kantonsweit spiegelt sich weitgehend auch im Zürcher Oberland. Am ruhigsten war es dabei im Bezirk Pfäffikon, wo nur 1 Prozent mehr Straftaten registriert wurden. Mit 1,4 Prozent folgt dann der Bezirk Hinwil, während im Bezirk Uster das Plus 10,6 Prozent beträgt. Zurückzuführen ist der Ausreisser gemäss der Kripochefin auf viele Einbrüche sowie Diebstähle, vor allem von Velos und E-Bikes.

Solche überdurchschnittlichen Spitzen kommen in der Kriminalitätsstatistik in allen Bereichen immer wieder vor. Ausgelöst werden sie zum Beispiel durch die Verhaftung eines Serientäters, dessen dann aufgedeckte Vielzahl an Taten sich mit einem für die Gesamtlage nicht repräsentativen Wert niederschlägt.

Überall weniger Gewalttaten

Konkret sehen die Zahlen wie folgt aus:

  • Bezirk Pfäffikon 2176 Straftaten (Vorjahr: 2154),
  • Bezirk Hinwil 3811 (3758),
  • Bezirk Uster 6526 (5902).

Insgesamt macht das für das Zürcher Oberland 12‘513 Straftaten.

Seziert man die Statistik, präsentiert sich in den drei Bezirken ein recht uneinheitliches Bild. Am erfreulichsten dabei: Delikte gegen Leib und Leben und damit Gewalttaten haben überall abgenommen oder sind praktisch stabil geblieben. Vom schlimmsten Delikt in dieser Sparte, dem vollendeten Tötungsdelikt, gab es im vergangenen Jahr in der Region eines (die Ermordung eines 51-jähirgen Wirts in Rüti im Dezember; wir berichteten), im ganzen Kanton sieben.

Auch die Zahl von Taschen- und Trickdiebstählen hat sich in der Region reduziert. Zunahmen gab es hingegen überall bei den Drohungen und Vermögensdelikten sowie in den Bezirken Uster und Hinwil bei den Sexualdelikten.

Recht tiefe Zahl von Einbrüchen

Bedeutend, weil rein von der grossen Masse her davon am meisten Menschen  betroffen sind, ist ein Blick auf die Entwicklung der Einbrüche und Einschleichdiebstähle. Hier steht wieder der Bezirk Pfäffikon als «Musterknabe» da. 2,2 solcher Taten ereigneten sich hier im Jahr 2018 pro 1000 Einwohner. Mit 2,7 einen ähnlichen Wert weisst der Bezirk Hinwil auf, während dieselbe Zahl im Bezirk Uster 4,0 beträgt. Schaut man sich den ganzen Kanton an, steht das Oberland mit diesen Zahlen gut bis sehr gut da.

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