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Mann soll Schülerin in Rüti sexuell belästigt haben

«Unten nackt und erregt»

Mann soll Schülerin in Rüti sexuell belästigt haben

Anfang Woche soll in Rüti eine Primarschülerin auf dem Heimweg von einem Mann sexuell belästigt worden sein. Rütner Eltern machen sich nun grosse Sorgen um ihre Kinder.

Andreas
Kurz
Donnerstag, 21. März 2019, 13:45 Uhr «Unten nackt und erregt»
Hier an der Zelgstrasse habe der Mann in seinem Auto der Minderjährigen aufgelauert. Dies schreiben die Eltern des Mädchens.
Foto: Google Street View

Die Nachricht macht derzeit via Whatsapp die Runde. «Heute ist etwas Schlimmes passiert bei uns», schreiben die Eltern einer Schülerin, die das Primarschulhaus Lindenberg in Rüti besucht. Auf dem Heimweg sei ihre Tochter Anfang Woche von einem Mann sexuell belästigt worden.

Er sei mit einem schwarzen Auto an der Zelgstrasse ganz oben beim Wendeplatz gestanden. Als die Primarschülerin alleine war, sei er zu ihr gefahren und habe sie nach dem Bahnhof gefragt. Dabei sei der 20 bis 30 Jahre alte Mann «unten nackt und erregt» gewesen. Die Schülerin sei sehr erschrocken und schnell nach Hause gerannt. Sie stehe noch immer unter Schock, heisst es in der Nachricht.

Kantonspolizei ermittelt

Die Eltern haben die Polizei informiert und andere Eltern auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Die Rütner Eltern seien sehr besorgt, sagt der Vater eines Schülers, der das gleiche Schulhaus wie das Mädchen besucht. «Meine Frau geht in der Morgenpause unseren Kleinen beaufsichtigen.» Auch ihre Nachbarn machten das so, weil sie um ihre Kinder besorgt seien.

Der Vorfall soll sich rund 200 Meter vom Schulhaus Lindenberg entfernt ereignet haben.
Foto: Wikipedia

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt, dass eine Anzeige gegen Unbekannt wegen sexueller Belästigung einer Minderjährigen eingegangen ist. «Wir haben die Ermittlungen aufgenommen», sagt Sprecherin Carmen Surber. Beim Vorfall sei es zu keinem Körperkontakt gekommen. Mehr könne sie zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.

«Exhibitionistische Tendenzen»

Die Schule Rüti sei von den Eltern am Montag per Mail über den Vorfall informiert worden, sagt Schulpräsident Stephan Inauen. Es handle sich um einen Vorfall mit «exhibitionistischen Tendenzen». Die Geschäftsleitung der Schule habe den Vorfall am Dienstag in einer Sitzung besprochen. «Für uns ist vor allem wichtig, dass die Kantonspolizei informiert ist», sagt Inauen. Zudem habe man die Schüler Anfang Woche informiert, wie sie sich in einem solchen Fall zu verhalten haben.

Es sei der Schulpflege wichtig, keine Panik zu verursachen, sagt Inauen. Mit einem Brief an die Eltern – wie kürzlich in Volketswil – wolle man noch zuwarten. «Wenn die Sache weitere Kreise zieht und wir den Bedarf feststellen, werden wir einen Elternbrief versenden.»

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