×

Täter fesseln und berauben 75-jährige Frau im eigenen Haus

Einbruch in Illnau-Effretikon

Täter fesseln und berauben 75-jährige Frau im eigenen Haus

Drei unbekannte Täter haben am Dienstagabend in Effretikon in einem Einfamilienhaus eine Frau überfallen, gefesselt und Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken erbeutet. Die Polizei sucht Zeugen.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 20. Februar 2019, 10:48 Uhr Einbruch in Illnau-Effretikon
Die Kantonspolizei sucht Zeugen, die Angaben zum Überfall von gestern Abend machen können.
Symbolbild: PD

Drei unbekannte Täter haben am Dienstagabend im Rebenquartier in Effretikon kurz vor 19.30 Uhr die Terrassentür eines Einfamilienhauses eingewuchtet und konnten so in das Innere vordringen. Die anwesende 75-jährige Eigentümerin wurde mit einem spitzen Gegenstand bedroht, ins Schlafzimmer geführt und dort auf dem Bett gefesselt. Das schreibt die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung.

Anschliessend durchsuchten die Einbrecher das Haus und flüchteten mit Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken. Die Überfallene konnte sich wenig später selbst befreien und mit einem Nachbarn die Polizei rufen. 

Wie Ralph Hirt, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich auf Anfrage mitteilt, gehe es der Dame soweit gut. «Sie trägt einige Blessuren von den Fesseln davon, ansonsten ist sie unverletzt.» Die Kantonspolizei Zürich bietet den Opfern eine Nachbetreuung an.

Kantonspolizei stellt Sicherheitsberater

Sicherheitstipps speziell für Rentner, gebe es keine, so Ralph Hirt. Die Kantonspolizei würde allen Personen dasselbe raten (siehe Box). «Das Einbrechen darf nicht zu leicht gemacht werden. Türschlösser und Fenster müssen intakt sein», so Ralph Hirt.

Eine Zusatzmöglichkeit seien zum Beispiel Sicherheitsschlösser, die das gewaltsame Öffnen von Türen und Fenster schwieriger machen. Sei man sich unsicher über die eigenen Schliessvorrichtungen, könne man bei der Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich einen Sicherheitsberater anfordern. «Dieser begutachtet die Wohnung oder das Haus und gibt Tipps, wie man sich besser vor Einbrechern schützen kann», so Hirt.

Zudem rät die Kantonspolizei, keinen Schmuck in hohem Wert im Eigenheim aufzubewahren. «Wenn möglich bringt man den Schmuck oder einen Teil davon am besten in einem Bankschliessfach unter.»

Zeugenaufruf

Die drei flüchtigen Täter werden auf circa 30 Jahre geschätzt. Sie waren maskiert und trugen schwarze Handschuhe. Die Täter sprachen eine dem Opfer unbekannte Sprache – und gar kein Deutsch. Personen, die im Zusammenhang mit diesem Raub verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei unter 044 247 22 11 in Verbindung zu setzen. 

 

Das rät die Schweizerische Kriminalprävention: 

Schliessen Sie Türen und Fenster immer ab, wenn möglich mit Schlüssel – auch bei kurzen Abwesenheiten. Gekippte Fenster immer ganz schliessen.

Pflegen Sie eine gute Nachbarschaft und informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre Abwesenheiten. Wenn Ihre Nachbarn wissen, dass niemand zu Hause sein sollte und sie dennoch Geräusche aus Ihrer Wohnung wahrnehmen oder Licht sehen, werden sie schnell an einen Einbruch denken und entsprechend handeln.

Täuschen Sie ihre Anwesenheit vor. Obwohl die meisten Einbrüche bei Tageslicht stattfinden, darf die Rolle der Beleuchtung bei der Einbruchshemmung nicht unterschätzt werden. Verwenden Sie in den Wintermonaten, wenn es früh dunkel wird und während längerer Abwesenheiten Zeitschaltuhren, die Ihre Abwesenheiten vortäuschen. Einbrecher, die abends unterwegs sind, erkennen so nicht, ob jemand zu Hause ist oder nicht.

 

Kommentar schreiben

Kommentar senden