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Chemieunfall bei der Schulthess

Ätzende Flüssigkeit in Bubikon ausgelaufen

Chemieunfall bei der Schulthess

Am Montagnachmittag kam es in Bubikon zu einem Chemieunfall: Ein mit ätzender Flüssigkeit gefülltes Gebinde wurde beschädigt. Bemerkt wurde das von einem Lastwagenchauffeur.

Redaktion
Züriost
Montag, 04. Februar 2019, 17:17 Uhr Ätzende Flüssigkeit in Bubikon ausgelaufen
In einem Lieferwagen liefen mehrere Liter Säure aus.
(Facebook, Kantonspolizei Zürich)

Bei einem Chemieunfall sind am Montagnachmittag auf dem Parkplatz eines Haushaltsgerätehersteller mehrere Liter einer ätzenden Flüssigkeit ausgelaufen. Dies teilt die Kantonspolizei Zürich in einer Medienmitteilung mit. Auf Nachfrage bestätigt die Kantonspolizei, dass es sich beim Haushaltsgerätehersteller um die Schulthess Maschinen AG handelt.

Passiert ist folgendes: Bei der Anlieferung auf den Parkplatz von Schulthess hörte ein Lastwagenfahrer hinten von der Ladefläche ein verdächtiges Geräusch. «Da er ein Gebinde mit 1000 Liter einer ätzenden Flüssigkeit geladen hatte, das vielleicht beschädigt worden war, rief er sofort die Rettungskräfte», schreibt die Polizei. Die Meldung ging um 14 Uhr ein. Die Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot aus.

«Das nicht fachgerechte Sichern einer Ladung ist eine Übertretung, darüber wird der Statthalter befinden»

Florian Frei, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich

Der Lastwagenfahrer hatte richtig vermutet: Als die Feuerwehr den Lastwagen öffnete, habe sie festgestellt, dass das Gebinde tatsächlich beschädigt war und ungefähr drei Liter der Säure auf die Ladefläche ausgelaufen seien. «Das Gebinde war beim Stoppen des Fahrzeugs umgekippt», sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, Florian Frei. Das sollte nicht passieren: «Die Ladung müsste so gesichert sein, dass das Gebinde nicht umkippen kann.» Da das offenbar nicht der Fall gewesen ist, habe man ein Verfahren eingeleitet. «Das nicht fachgerechte Sichern einer Ladung ist eine Übertretung, darüber wird der Statthalter befinden», so Frei.

Ätzender, saurer, anorganischer, flüssiger Stoff

Richtig gehandelt hat der Lastwagenchauffeur allerdings darin, sofort die Rettungskräfte zu alarmieren: Bei der Flüssigkeit habe es sich um die Säure mit der UN-Nummer 3264 gehandelt. UN Nummern werden von den Vereinten Nationen benutzt, um gefährliche Stoffe zu klassifizieren. Die 3264 steht dabei für einen ätzenden, sauren, anorganischen flüssigen Stoff. «Wenn man damit ungeschützt in Kontakt kommt, besteht Verätzungsgefahr», sagt Frei.

«Die Flüssigkeit wurde von der Feuerwehr fachmännisch gebunden und abgesaugt», so die Polizei. Verletzt wurde beim Vorfall niemand und für die Bevölkerung und die Umwelt habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Neben der Kantonspolizei Zürich standen die Feuerwehren Bubikon, Rapperswil-Jona sowie Schutz und Intervention Winterthur, ein Chemiefachberater, Spezialisten des Forensischen Institut Zürich und vorsorglich ein Rettungswagen von Regio 144 im Einsatz.

Die Schulthess Maschinen AG war am Montagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Und nicht der Chauffeur hat die Feuerwehr informiert der wusste nicht einmal das es giftig ist wollte es sogar noch anfassen sonder der Dank geht dem Logistikteam und dem Betriebsunterhalt der Firma das die alles so gut reagiert haben.