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Die kuriosesten Polizeifälle 2018 der Region

Verirrter Pfau und eine tropfende Decke

Die kuriosesten Polizeifälle 2018 der Region

Ein entlaufenes Pfauenpärchen, ein Stinkefinger als Hilferuf und ein Lernfahrer, der so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann: Die Arbeit der Polizei kann manchmal auch ganz schön lustig sein.

Dario
Aeberli
Mittwoch, 16. Januar 2019, 07:25 Uhr Verirrter Pfau und eine tropfende Decke

Der Beruf des Polizisten ist ernst. Er beschützt den Bürger vor dem Bösen: vor Verkehrsrowdys, Einbrechern und Gewalttätern. Bei aller Härte und Schwere erleben Polizisten aber auch durchaus Amüsantes, Kurioses und Absurdes in ihrem Alltag. Die Kantonspolizei und die Kommunalpolizei sammelten während eines Jahres die kuriosesten Geschichten aus der Region. Diese sieben anonymisierten Berichte stachen heraus:

1. Mit Handschellen gefesselt
Normalerweise legt die Polizei Verbrechern die Handschellen an – in diesem ungewöhnlichen Fall musste die Polizei in Hinwil einen Mann von seinen Handschellen befreien. Denn der Mann hatte den Schlüssel verloren und konnte sich nicht mehr selbst losbinden. Er kontaktierte die Polizei per Telefon, die ihn anschliessend befreien konnte.

2. Verirrter Pfau
Im Ustermer Grosstadt-Dschungel verirrte sich ein Pfau. Ein aufmerksamer Passant versuchte ihn davon abzuhalten, die Strasse zu überqueren. Die Polizei konnte das Tier jedoch bald dem Besitzer zurückgeben. Anscheinend war der Pfau auf der Suche nach seiner Partnerin, die ebenfalls entflohen war. Mittlerweile sind die beiden bunten Vögel wieder vereint.

3. Nachbar mit wasserintensivem Hobby
In Wetzikon beklagte sich ein Anwohner, weil es von seiner Decke tropfte. Schuld daran war aber keine defekte Wasserleitung oder eine überlaufene Badewanne, sondern eine Indoor-Hanfanlage, die der Nachbar einen Stock höher betrieb. Das Tropfen von der Decke hat mittlerweile aufgehört und die Hanfanlage ist Geschichte.

4. Zur falschen Zeit am falschen Gleis
Eine Patrouille der Kommunalpolizei wurde an den Bahnhof Pfäffikon gerufen, da sich dort zwei Personengruppen in die Haare geraten waren. Kaum war die Situation unter Kontrolle, nahm ein junger Mann auf der anderen Seite der Bahngleise Anlauf, hüpfte auf die Gleise herunter, überquerte diese und stieg auf der anderen Seite direkt vor den Beamten wieder auf den Perron. Bei der polizeilichen Befragung gab er an, dass er es eilig hatte und auf dem kürzesten Weg auf die andere Seite der Bahngleise gelangen wollte. Gleisüberschreitungen sind lebensgefährlich und per Gesetz verboten. Es wurde ein Polizeirapport erstellt und der junge Mann musste sich vor der Jugendanwaltschaft verantworten.

5. Dümmer als die Verkehrspolizei erlaubt
Wegen nichtbezahlten Verkehrsabgaben wurden einem 18-jährige Mann durch die Polizei die Kontrollschilder an seinem Auto abgenommen. Schnell besorgte sich der Mann das geschuldete Geld, fuhr bei der Polizei vor und wollte die Schilder wieder abholen. Ein Beamter konnte durch das Fenster beobachten, wie der junge Mann ohne Kontrollschilder vorfuhr.
Bei der Kontrolle zeigte der Lenker dem Polizisten einen Lernfahrausweis. Es stellte sich heraus, dass der Lernfahrer nebst den fehlenden Kontrollschildern auch noch ohne Begleitperson vor dem Polizeiposten unterwegs war. Er wurde verzeigt.

6. Ein Stinkefinger als Hilferuf
An einem Freitagabend fuhr eine Patrouille der Kommunalpolizei beim Bahnhof Pfäffikon vorbei. Auf dem Parkplatz «Migrolino» war ein Personenwagen mit Front zur Bahnhofstrasse parkiert und auf der Beifahrerseite zeigte eine junge Frau mit Rastafrisur den vorbeifahrenden Polizisten mit gestrecktem Arm den Mittelfinger zum Fenster heraus. Die Beamten wendeten den Dienstwagen und unterzogen die Frau einer Personenkontrolle. Die Polizisten merkten schnell, dass die respektlose Geste eher ein Hilfeschrei war. Die junge Frau mit Tränen in den Augen hatte starke psychische Probleme und musste notfallmässig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Die Geste hatte für die junge Frau natürlich kein gerichtliches Nachspiel.

7. Aus den Augen, aus dem Sinn
Eine unbekannte Person deponierte in Fehraltorf sechs 110 Liter Abfallsäcke am Strassenrand. Um Kosten zu sparen, wurden dabei neutrale schwarze und nicht die gebührenpflichtigen Abfallsäcke verwendet. Die illegal deponierten Säcke wurden eingesammelt, geöffnet und auf mögliches Material untersucht, welches auf den Verursacher hinweisen könnte. In den Abfällen konnten schliesslich zwei von der Polizei ausgestellte Ordnungsbussen-Zettel gefunden werden. Anhand dieser zwei noch unbezahlten Ordnungsbussen wurde der Abfallsünder schnell gefunden, obwohl er zwischenzeitlich in einen anderen Kanton umgezogen war und den Wohnsitzwechsel bei der Einwohnerkontrolle nicht gemeldet hatte. Bei der polizeilichen Befragung zeigte sich der junge Mann geständig. Er wurde verzeigt und auch die zwei Parkbussen musste er begleichen.

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